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Alle guten Geister!

August Kopisch: Alle guten Geister! - Kapitel 11
Quellenangabe
authorAugust Kopisch
titleAlle guten Geister!
publisherErich Matthes, Leipzig und Hartenstein im Erzgebirge
year1924
illustratorAnnemarie Nägelsbach
firstpub1923
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180612
projectid87f4b034
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Der Süntelstein zu Halberstadt

Der Teufel sprach zu Halberstadt:
»Hab' mich geschleppt da müd und matt,
Vom Berge gerissen manchen Stein,
Nun soll's – zu einer Kirche sein!«

»Vermeint': ihr bauet mir ein Haus,
Wo's hergeh'n sollt' in Saus und Braus;
Nun seh' ich wohl, es ist ein Tum,
Doch wartet nur – bald liegt er um!« –

Da hub der Teufel sich von der Statt:
Es kam ein Schreck über Halberstadt.
Das ganze Volk lief hin und her,
Wußt' nicht, wie das zu schlichten wär? –

»Er kommt geflogen mit einem Stein
So groß wie ein Haus,« tät alles schrein! –
Der Bürgermeister aber schrie:
»Ich schlicht' es noch, seid still dahie!«

»O Beelzebub,« begann er dann,
»Bleib' schweben dort und hör uns an.
Der Tempel steht, doch sieh, man kann
Ein Weinhaus bauen dicht daran!« –

Da sprach der Feind: »das ist ein Wort!«
Und schmiß den Stein daneben fort.
Man baut's und sagt seit dieser Zeit,
Vom Tempel ist der Krug nicht weit.

Doch wohlberaten ist die Stadt,
Die solchen Bürgermeister hat.
Ja wohlberaten ist die Stadt,
Die solchen Bürgermeister hat.

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