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Alfanzereien

Georg Bötticher: Alfanzereien - Kapitel 45
Quellenangabe
typepoem
booktitleAlfanzereien
authorGeorg Bötticher
firstpub1899
yearca. 1900
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleAlfanzereien
created20050303
sendergerd.bouillon
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Darum.

        Geht da so nachmittags gegen Vieren
Ein Fremder jüngst in Köln spazieren,
'ner Zeit, wo dort die Gassenbrut
Im Lärmen sich ein Gütchen thut.
Das rennt und hetzt und jachert sich,
Kreischt und krakehlt ganz fürchterlich,
Schubst, stößt und balgt sich auf den Steinen
Fast zwischen unsres Fremden Beinen –
Dabei ein Johlen und Gebrüll
Und ständ'ges Pfeifen, grell und schrill,
Und Knall und Knattern allerwegen
Von Schwärmern und Kanonenschlägen –
Kurz, ein Spektakel und Getos,
Als wären tausend Teufel los! – –
Der Fremde, der nie solches sah,
Steht starr, betäubt und ratlos da
Und wendet sich an eins der alten
Marktweiber, die da Obst feilhalten:
»Was heißt – was ist das, liebe Frau?«
»Jaa,« – sagt die »hück eß Sonndagsrauh!«
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