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Alfanzereien

Georg Bötticher: Alfanzereien - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
booktitleAlfanzereien
authorGeorg Bötticher
firstpub1899
yearca. 1900
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleAlfanzereien
created20050303
sendergerd.bouillon
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Was alles passiert.

              In jedem Jahr ereignen sich
Geschichten schreck- und schauerlich.
Auch letztes Jahr, das nun vorbei,
Passierte wieder allerlei!

So zeigte Pips, ein strenger Mann,
Das eigne Kind gerichtlich an.
Weshalb? – Man glaubt es kaum fürwahr:
Weil es – geboren worden war!

Der Apotheker Sausewind,
Errettete vom Tod ein Kind:
Die Medizin, die es sollt' kriegen,
Blieb in der Apotheke liegen!

Im Gasthaus zu den sieben Raben
Ließ man den Hausknecht nicht begraben
Trotz polizeilichem Gebot!
Warum? – Der Wackre war – nicht tot!

Das Schrecklichste jedoch war dies:
Ein Mann (der auch schon Knüppel hieß!)
Aß eines Winterabends Klopps
Und trank zu diesem »Doppelmops.«
Sein kleines Söhnlein saß daneben,
Dem wollt' er von dem Schnapse geben.
Doch dies, voll Ekel, sträubte sich.
Darob ward Knüppel ärgerlich.
»So sollst du auch,« schrie der Barbar,
»Nichts essen bis zum nächsten Jahr!«
Und wirklich macht' er dieses wahr.
Hierbei hat Knüppel noch gelacht!!!
Geschehn in der Sylvesternacht!

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