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Alexandre Dumas (der Ältere): Akte - Kapitel 11
Quellenangabe
authorAlexander Dumas d. Ä.
titleAkte
publisherFranckh'sche Verlagshandlung
printrun26. Auflage
year1921
translatorClara Laufer
illustratorFritz Bergen
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170123
projectide175c084
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XI.

Nero verbrachte die Nacht schlaflos und von Furcht gepeinigt. Er war bange, Anicetus könnte seine Mutter nicht mehr angetroffen haben, denn er glaubte, daß sie sich nur kurze Zeit in ihrer Villa aufhalten werde, und daß das, was sie ihm von ihrer Schwäche hatte sagen lassen, nur eine Vorspiegelung sei, um Zeit zu gewinnen und ungehindert nach Rom zu reisen. Er sah sie schon stolz und entschlossen in die Hauptstadt einziehen, das Volk aufrufen, die Sklaven bewaffnen, das Heer aufwiegeln und in die Pforten des Senats eindringen, um Genugtuung zu verlangen für den Schiffbruch, für ihre Wunden und den Tod ihrer Freunde. Bei dem leisesten Geräusch erbebte er wie ein Kind, denn, trotzdem er sie so schlecht behandelte, hatte er doch nicht aufgehört, seine Mutter zu fürchten. Er wußte, wessen sie fähig war; er ermaß, was sie gegen ihn unternehmen konnte, an dem, was sie für ihn getan hatte. Es war gegen sieben Uhr morgens, als ein Sklave des Anicetus im Palast zu Bauli eintraf und, nachdem er verlangt hatte, zu dem Kaiser geführt zu werden, vor diesem niederkniete und ihm seinen eigenen Ring zurückbrachte, den Nero dem Mörder zum Zeichen seiner Machtvollkommenheit übergeben hatte und den dieser nach ihrem blutigen Übereinkommen als Beweis zurücksandte, daß der Mord vollbracht sei. Da erhob sich Nero voll Freude mit dem Ruf, daß er erst von dieser Stunde an herrsche und dem Anicetus das Reich verdanke. Doch hielt er es für notwendig, den Schein zu wahren und das Volk über die Umstände, die den Tod seiner Mutter herbeiführten, auf falsche Spur zu leiten. Er ließ sogleich nach Rom schreiben, daß man in seinem Zimmer den Freigelassenen Agerinus, den Vertrauten Agrippinas, überrascht habe, der ihn mit einem Dolche habe ermorden wollen, und nachdem sie erfahren, daß dieser Anschlag gescheitert sei, habe Agrippina die Rache des Senats gefürchtet, und sich selbst den Tod gegeben. Er fügte noch hinzu, sie habe seit langem die Absicht gehabt, ihm die Herrschaft zu entreißen, und sich gerühmt, sobald der Kaiser tot sei, müsse das Volk, die Prätorianer und der Senat ihr, einer Frau, Gehorsam schwören. Er erklärte, die Verbannung der hervorragendsten Personen sei ihr Werk gewesen, und rief Valerius Capito und Licinius Gabolus, die früheren Prätoren, zurück, ebenso Calpurnia, eine Frau ersten Ranges, und Junia Calvina, die Schwester des Silanus, des früheren Verlobten der Oktavia. Er sprach auch, indem er mit seinen schamlosen Lügen selbst den Himmel nicht verschonte, von dem Schiffbruch wie von einer Rache der Götter. Übrigens mußte Seneka diesen Brief schreiben, denn Nero zitterte so sehr, daß er kaum unterzeichnen konnte.

Nachdem dieses erste Geschäft erledigt war, dachte er als geschickter Schauspieler daran, die Rolle des tiefbetrübten Sohnes durchzuführen. Er wischte das Rot ab, das noch seine Wangen bedeckte, löste seine Haare auf, die wirr um seine Schultern flatterten, und vertauschte die weiße, festliche Tunika mit einem dunkelfarbigen Gewande; so stieg er hinab, zeigte sich den Prätorianern und Höflingen, ja selbst den Sklaven, als ob er von dem Schlage, der ihn betroffen hatte, ganz niedergeschmettert sei.

Dann sprach er davon, daß er hingehen wolle, um seine Mutter noch ein letztes Mal zu sehen; er ließ eine Barke an den Ort bringen, wo er am Abend vorher so zärtlichen Abschied genommen, fuhr über den Golf, in den er sie zu versenken versucht hatte, stieg an das Ufer, wo sie verwundet und sterbend gelandet war, und näherte sich der Villa, wo sich die letzte Szene des großen Dramas abgespielt hatte. Einige Höflinge, Burrhus, Seneka und Sporus, begleiteten ihn stillschweigend und suchten auf seinem Gesicht den Ausdruck abzulesen, den sie ihren Mienen geben mußten. Er hatte den der tiefsten Trauer angenommen, und alle, die mit ihm in den äußeren Hof traten, wo die Soldaten zuerst Halt gemacht hatten, sahen aus, als ob sie wie er eine Mutter verloren hätten.

Nero stieg feierlich und langsam die Treppe hinauf, wie es sich für den frommen Sohn geziemt, der zum letzten Mal der Leiche derjenigen naht, die ihm das Leben gegeben hat. In dem Gange, der zu ihrem Gemach führte, machte er seinen Begleitern ein Zeichen, daß sie hier zurückbleiben möchten, und nahm nur Sporus mit sich, als ob er fürchte, daß der Schmerz ihn vor diesen Männern überwältigen könnte.

An der Türe stand er einen Augenblick still, lehnte sich an die Wand und bedeckte sein Gesicht mit dem Mantel, wie um seine Tränen zu verbergen, in Wirklichkeit aber, um den kalten Schweiß abzutrocknen, der seine Stirne bedeckte; dann öffnete er die Türe mit einer raschen, entschlossenen Bewegung und trat in das Sterbezimmer.

Agrippina lag noch auf ihrem Bett. Ohne Zweifel hatte der Mörder die Spuren des Todeskampfes aus ihren Zügen verwischt, denn sie erschienen ruhig und friedlich, als ob sie schlummere. Die Decke war wieder über sie gebreitet und ließ nur den Kopf und einen Teil der Brust unbedeckt, denen die Blässe des Todes den kalten, bläulichen Schimmer des Marmors angehaucht hatte.

Nero blieb am Fußende des Bettes stehen, immer gefolgt von Sporus, dessen Augen noch unbeweglicher als die seines Herren mit teilnahmloser Neugierde hinblickten, wie auf eine von ihrer Basis gestürzte Marmorstatue. Gleich darauf erheiterte sich das Gesicht des Muttermörders – alle seine Zweifel, seine Befürchtungen waren verschwunden. Der Thron, die Welt, die Zukunft gehörte ihm allein. Jetzt konnte er herrschen ohne Fessel, ohne Zwang – Agrippina war ja tot. Dieser Eindruck machte einem seltsamen Gefühle Platz. Ohne sich seines Tuns selbst bewußt zu sein, ergriff er die Decke, die über seine Mutter gebreitet lag, und hob sie langsam auf, daß er den ganzen Leichnam vor sich sah. Nachdem er so einen Moment starr auf den leblosen Körper geschaut hatte, ließ er die Hülle wieder darüber sinken. Hierbei soll er, wie berichtet wird, die Worte gesprochen haben: Sporus, ich habe nicht gewußt, daß sie so schön war.

Indessen war der Tag angebrochen, und im Golf begann das gewohnte Treiben rege zu werden. Jedoch schon hatte sich das Gerücht vom Tode Agrippinas verbreitet, und eine dumpfe Unruhe brütete über der ganzen Küste, die wie gewöhnlich von Handelsleuten, Fischern und Müßiggängern belebt war.

Man sprach von der Gefahr, die den Kaiser bedroht hatte, und dankte den Göttern, wenn man in Hörweite anderer war, laut für seine Rettung; dann ging man, ohne den Kopf zu wenden, an einem Holzstoß vorüber, den ein Freigelassener, namens Mnester, mit Hilfe einiger Sklaven an dem Weg von Misenum bei Bajä aufrichtete. Aber dieses Gerücht, diese Unruhe und dieser Lärm drangen nicht bis zu dem Zufluchtsort, an den Paulus Akte geführt hatte. Es war ein einsames kleines Haus, das sich auf der Spitze des Vorgebirges, Nisida gegenüber, erhob und von einer Fischerfamilie bewohnt war. – Obwohl der Greis der Familie fremd zu sein schien, stand er bei ihr in großem Ansehen. Der Gehorsam, mit dem man seine leisesten Wünsche erfüllte, war jedoch nicht knechtisch, sondern ehrfurchtsvoll, wie Kinder dem Vater und Schüler ihrem Meister folgen.

Akte bedurfte vor allem der Ruhe; voll Vertrauen in ihren Beschützer, und getragen von dem Gefühl, daß von jetzt ab jemand über ihr wache, hatte sie den Bitten des Greises nachgegeben und war eingeschlafen. Er hatte sich neben ihrem Lager niedergesetzt, wie ein Vater neben dem Kopfkissen seines Kindes, so daß das Mädchen ihren Beschützer nicht erst zu suchen brauchte, als sie die Augen wieder aufschlug, und obwohl tausend Erinnerungen ihr Herz bestürmten, streckte sie ihm wehmütig lächelnd die Hand entgegen.

Hast du Schmerzen? fragte der Greis.

Ich liebe, antwortete das Mädchen.

Beide schwiegen einen Augenblick, dann fuhr Paulus fort:

Was wünschest du?

Einen Zufluchtsort; wo ich an ihn denken kann und weinen.

Fühlst du dich stark genug, mir zu folgen?

Laß uns gehen, erwiderte Akte, indem sie sich zu erheben suchte.

Jetzt ist es unmöglich, meine Tochter; wie du fliehen mußtest, so bin ich geächtet. Wir können nur bei Nacht wandern. Bist du entschlossen, heute abend mit mir zu gehen?

Ja, mein Vater.

Scheust du dich nicht vor einem weiten, ermüdenden Wege, da du so zart und fein bist?

In meiner Heimat sind die Mädchen gewöhnt, der Hindin zu folgen auf ihrem Lauf durch die dichtesten Wälder und höchsten Berge.

Timotheus, sagte der Greis, indem er sich umwandte, rufe Silas.

Der Fischer nahm den braunen Mantel des Paulus, befestigte ihn an einem Stock, verließ damit die Hütte und steckte ihn draußen in die Erde.

Dieses Zeichen wurde sogleich bemerkt, denn nach kurzer Zeit stieg ein Mann von dem Berge Nisida herab an die Küste, trat in einen Nachen, löste ihn vom Ufer und ruderte von der Insel zu dem Vorgebirge herüber. Die Fahrt dauerte nicht lange. Ungefähr nach einer Viertelstunde erreichte er das Ufer hundert Schritt von dem Hause entfernt, wo er erwartet wurde, und fünf Minuten später erschien er auf der Türschwelle. Bei seinem Erscheinen erbebte Akte, die nichts von dem bemerkt hatte, was um sie her vorging, da sie beständig nach Bauli hinüberschaute.

Der Neugekommene, den man an der dunklen Gesichtsfarbe, dem Turban, der seinen Kopf umschlang, und der Feinheit seiner Glieder als einen Sohn Arabiens erkannte, näherte sich ehrfurchtsvoll und begrüßte Paulus in einer fremden Sprache. Paulus entgegnete ihm einige Worte in derselben Mundart, aus denen ebenso das Wohlwollen des Freundes wie die Autorität des Meisters herausklang. Statt jeder Antwort befestigte Silas seine Sandalen besser an seinen Füßen, umgürtete seine Lenden mit einem Strick, ergriff einen Wanderstab und kniete vor Paulus nieder, der ihm seinen Segen erteilte, dann ging er hinaus.

Akte schaute verwundert auf Paulus. Wer war dieser Greis, der so sanft und fest zu befehlen verstand, vor dem man sich beugte wie vor einem König, und den man liebte wie einen Vater? So kurze Zeit sie an dem Hofe Neros geweilt, hatte sie dort den knechtischen Gehorsam in allen Formen kennen gelernt, jene niedrige, ängstliche Dienstbeflissenheit, die von der Furcht erzeugt wird, nicht die freudige Bereitwilligkeit, die aus der Ehrfurcht stammt. Gab es denn zwei Kaiser in der Welt, und war der, welcher sich verbarg, ohne Schätze, ohne Sklaven, ohne Heer, mächtiger als der andere mit seinen irdischen Reichtümern, seinen hundertzwanzig Millionen Untertanen und zweimalhunderttausend Soldaten? Diese Gedanken folgten sich mit solcher Schnelligkeit in Aktes Geist und hatten sich darin mit solcher Überzeugung festgesetzt, daß sie sich zu Paulus wandte und die Hände zu ihm erhob, mit derselben Ehrfurchtsbezeigung wie sie es alle hatte tun sehen, die dem Greise nahten.

O Herr, sagte sie, wer bist du denn, daß jedermann dir gehorcht, ohne dich zu fürchten?

Ich habe es dir schon gesagt, meine Tochter, ich heiße Paulus und bin ein Apostel.

Ja, aber was ist das, ein Apostel? Ist es ein Redner wie Demosthenes, oder ein Philosoph wie Seneka? Bei uns wird die Beredsamkeit mit goldenen Ketten dargestellt, die aus ihrem Munde hervorgehen. Fesselst du die Zuhörer durch dein Wort?

Ich predige das Wort, welches erlöst, und nicht das, welches gefangen nimmt, antwortete Paulus lächelnd. Weit entfernt, den Menschen zu sagen, daß sie Sklaven seien, bin ich gekommen, ihnen zu verkündigen, daß sie frei sind.

Das verstehe ich nicht, und doch sprichst du meine Muttersprache, als ob du ein Grieche wärest.

Ich habe sechs Monate in Athen zugebracht und ein und ein halbes Jahr in Korinth.

In Korinth, murmelte das Mädchen, indem sie ihr Gesicht mit den Händen bedeckte, und ist das schon lange her?

Es sind jetzt fünf Jahre.

Und was tatest du in Korinth?

Die Woche über verfertigte ich Zelte für Soldaten, Matrosen und Reisende, denn ich wollte dem edelmütigen Wirt, der mich aufgenommen hatte, nicht zur Last fallen. An den Sabbattagen predigte ich in den Synagogen, empfahl den Frauen Bescheidenheit und den Männern Duldsamkeit und allen die evangelischen Tugenden.

Ja, ja, ich erinnere mich jetzt, daß ich von dir sprechen hörte, antwortete Akte; wohntest du nicht neben der jüdischen Synagoge bei einem edlen Greis namens Titus Justus?

Kanntest du ihn, rief Paulus mit lebhafter Freude.

Er war der Freund meines Vaters, antwortete Akte.

Ja, ja, ich besinne mich jetzt: Die Juden verleumdeten dich und führten dich zu Gallion, Senekas Bruder, den Prokonsul von Achaja. Mein Vater führte mich an die Türe, als du vorübergingst, und sagte zu mir: Siehe, meine Tochter, das ist ein Gerechter!

Und wer ist dein Vater? Wie heißest du?

Mein Vater heißt Amykles, und ich heiße Akte!

Ja, ja, ich erinnere mich auch, der Name ist mir nicht unbekannt. Aber warum hast du deinen Vater, deine Heimat verlassen? Wie kommt es, daß ich dich einsam und dem Tode nahe dort am Ufer fand? Sage mir alles, mein Kind. Wenn du keine Heimat mehr hast, so will ich dir eine bieten; wenn du keinen Vater mehr hast, will ich ihn dir ersetzen.

Oh! nie, nie kann ich es wagen, dir meine Geschichte zu erzählen.

Ist sie denn so schrecklich?

Oh! ich würde, ehe ich sie halb vollendet hätte, vor Scham sterben.

Wohlan! dann ist es an mir, mich zu demütigen, damit du dich erheben könnest; ich will dir sagen, wer ich bin, damit du mir sagen kannst, wer du bist. Ich will dir alle meine Verbrechen bekennen, damit du mir deine Fehler bekennst.

Deine Verbrechen!

Ja, meine Verbrechen, ich habe sie gesühnt, dem Himmel sei Dank, und der Herr hat mir vergeben, wie ich hoffe. Höre mir zu, mein Kind, denn ich werde dir Dinge sagen, von denen du jetzt keine Ahnung hast, die du aber eines Tages verstehen und dann heilig halten wirst.

Und mit schlichten Worten und in der ergreifenden Rede der lauteren Wahrheit erzählte Paulus von seiner Jugend und den weltbewegenden Ereignissen dieser Zeit, von der Erscheinung Christi und der grausamen Verfolgung des neuen Messias und seiner Anhänger, ohne nur mit einem Worte seine Teilnahme an diesen Verfolgungen zu beschönigen. Er fügte daran den Bericht über seine wunderbare Bekehrung auf dem Wege nach Damaskus, die aus dem pharisäischen, christenhassenden Saulus einen demutvollen, gläubigen Paulus machte.

Seither, fuhr er begeistert fort, bin ich so feurig in meinem Glauben, wie ich vorher erbittert in meinem Haß gewesen war. Ich habe Judäa durchreist von Sidon bis zum Arad und von dem Berge Seir bis an den Strom Besor; ich habe Kleinasien und Makedonien durchwandert, ich bin in Athen und Korinth gewesen; ich habe Malta berührt und bin in Syrakus gelandet, von da fuhr ich an der sizilischen Küste entlang und lief in den Hafen von Puzzeoli ein, wo ich seit vierzehn Tagen bin und Briefe von Rom erwartete, die mir gestern zugekommen sind. Diese Briefe sind von meinen Brüdern geschrieben, die mich zu sich rufen. Der Tag des Triumphes ist gekommen, der Herr bereitet uns selbst den Weg; denn wenn er dem Volke die Hoffnung schickt, schlägt er die Kaiser mit Torheit, damit das alte Weltgebäude an seiner Spitze und in seiner Grundlage zugleich untergraben werde. Es ist kein Zufall, daß die Vorsehung dem Tiberius die Furcht, dem Klaudius Schwachsinn und dem Nero den Wahnsinn zugeteilt hat. Solche Kaiser machen an den Göttern irre, die sie anbeten. Auch werden Götter und Kaiser miteinander stürzen, die einen verachtet, die anderen verflucht.

O mein Vater! rief Akte! halte ein, habe Mitleid mit mir!

Was hast du denn mit diesen blutgierigen Menschen zu schaffen? antwortete Paulus erstaunt.

Mein Vater, fuhr das Mädchen fort, ihr Gesicht mit den Händen verbergend, du hast mir deine Geschichte erzählt und fragst mich nach der meinigen; die meine ist kurz, schrecklich und verbrecherisch: Ich bin die Geliebte des Kaisers.

Ich sehe darin nur einen Fehler, mein Kind, antwortete der Apostel, der sich ihr mit Teilnahme genähert hatte.

Aber ich liebe ihn, liebe ihn mehr, als ich irgend einen Menschen auf Erden oder einen Gott im Himmel lieben kann.

Ach! ach! seufzte der Greis, das ist ein Verbrechen; er kniete in einem Winkel der Hütte nieder und fing an zu beten.

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