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Abenteuer und Schwänke

Rudolf Baumbach: Abenteuer und Schwänke - Kapitel 17
Quellenangabe
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typepoem
authorRudolf Baumbach
titleAbenteuer und Schwänke
publisherVerlag von A. G. Liebeskind
printrunSiebentes Tausend
year1886
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090701
projectidb323ecfc
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Der Fechtmeister und sein Schüler.

Es war ein Meister ehrenwerth,
Erprobt in Stich und Streich.
Kein zweiter schwang wie er das Schwert
Im heil'gen, röm'schen Reich.
Nun war ein trotziger Kumpan
In seiner Jünger Zahl,
Zum Raufen lustig wie ein Hahn
Und schmeidig wie ein Aal.
Drum stand er in des Alten Gunst
Und war ihm werth und lieb
Und lernte meisterlich die Kunst
Und manchen list'gen Hieb.
So trieb er's viele Monden lang.
Am Ende er entbot
Den Meister frech zum Waffengang
Auf Leben und auf Tod.

Sie hoben an den blut'gen Strauss
Mit Spiegelfechterei;
Da rief der Meister plötzlich aus:
»Was? Einer gegen Zwei?«
Und als der Knab sich umgewandt
Den Zweiten zu erschauen,
Da ward ihm von des Alten Hand
Der Kopf vom Rumpf gehau'n.
Der Meister aber streift vom Schwert
Das heisse Blut und spricht:
»Ich hab' dich manchen Streich gelehrt,
Den letzten aber nicht.«

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