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Paul Heyse: Paul Heyse: Gedichte - Auf der Heimfahrt
Quellenangabe
type
poem
booktitle
Vom goldnen Überfluss
author
Paul Heyse
year
1906
publisher
R. Voigtländers Verlag
address
Leipzig
title
Auf der Heimfahrt
pages
181-182
sender
gerd.bouillon@t-online.de
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Paul Heyse
Auf der Heimfahrt.
Es steht ein Haus im Garten,
kühl an ein Wäldchen angelehnt.
Auf allen meinen Fahrten
hab' ich nach ihm mich heimgesehnt.
Wie süß erklang
dort Vogelsang,
wie lachten Blumen ringsumher!
Wie ging's im Lauf
die Stieg' hinauf –
Nun graut mir vor der Wiederkehr.
Im Haus, da ist ein Zimmer,
so luftig hoch, so blank und rein.
Was nur an Sonnenschimmer
ums Häuschen streifte, drang herein.
Wie lustig klang
dort Kindersang,
kein Winkel war von Spielen leer;
dort fand ich Rast
nach Tageslast –
Nun öffn' ich seine Tür nicht mehr.
Im Haus erklang ein Name
von allen Lippen fort und fort,
der hatte wundersame
Gewalt, schier wie ein Zauberwort.
Auf jedem Mund
ein Lächeln stund,
als ob's des Frühlings Namen wär' –
Jetzt geht er stumm
gespenstig um,
und wer ihn ausspricht, lacht nicht mehr.