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: Fabeln aus Deutschland - Der Fuchs und die Trauben
Quellenangabe
typepoem
booktitleFabeln
titleDer Fuchs und die Trauben
authorK. W. Ramler, 1725-1798
publisherGeorg Westermann
year1965
pages28
senderhille@abc.de
copyright1995 abc.de Internet-Dienste (HTML-Text)
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K. W. Ramler

Der Fuchs und die Trauben

Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
an einer hohen Mauer hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspäh'n.
Umsonst! Kein Sprung war abzuseh'n.
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
»Was soll ich mir viel Mühe geben?
Sie sind ja herb und taugen nicht.«

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