| type | narrative |
| booktitle | Appelschnut |
| author | Otto Ernst |
| year | 1998 |
| publisher | Carlsen Verlag |
| address | Hamburg |
| isbn | 3-551-88463-3 |
| title | Appelschnut |
| pages | 3-5 |
| created | 19990920 |
| sender | gerd.bouillon@t-online.de |
| firstpub | 1907 |
Eigentlich heißt mein dreijähriges Töchterchen Roswitha; aber ich sage immer »Appelschnut«. Man darf diesen Namen nicht ins Hochdeutsche übersetzen; »Apfelschnauze« klingt roh, klingt gräßlich. »Schnauzerl«, »Schnäuzchen« käme der Sache schon näher, deckt sie aber nur zum Teil. »Schnut« umfaßt nämlich nicht nur Mund und Nase, sondern so ein ganzes kleines Gesichtchen, das man noch ganz und gar in eine Hand nehmen kann. Ja, zuweilen umfaßt es einen ganzen fünfundzwanzigpfündigen Menschen; wenn er eine geniale Bemerkung macht, sagt man: »Du Klooksnut«, wenn er im Feuerungsverschlag gespielt und Steinkohlen gegessen hat: »Du Swattsnut.« Und da nun Roswitha nicht nur zwei rote Wangen hat, sondern alles in allem genommen ausschaut wie ein rundes, blankes, rot und goldenes, zum Einbeißen herausforderndes Früchtlein, so hab' ich in einer begnadeten Stunde den Namen »Appelschnut« gefunden. »Appelschnut« ist unübersetzbar.
Die junge Dame hat es gut; das darf man wohl sagen. Schon früh am Morgen umstehen ihre Geschwister, bevor sie sich zum Schulgang rüsten, mit nackten Beinchen ihr Bett und bewundern die Anmut ihres Schlummers, die Dicke ihrer Ärmchen, die Blondheit ihres Haares und ihre Kunst, auch im Schlaf noch mit Ausdauer auf dem Daumen zu lutschen. Wenn sie endlich die Augen aufschlägt, begegnet sie gewiß irgendeinem Blick, der sie mit Liebe oder Bewunderung anschaut.
»Was ist los?«
»Appelschnut hat geträumt? Holla, Appelschnut hat geträumt! Also los, Appelschnut! Erzähl mal! Was war's denn?«
Appelschnut: »Also, ich wollte nach Hamburg, und da wollte ich Bonbons kaufen. Und da vergangte ich mich, und schließlich kamte ich wieder nach Hause.«
Hurra, Appelschnut kam »schließlich« wieder nach Hause. »Schließlich!« Was so ein miserables Formwort für eine Wirkung ausüben kann! Einen ganzen vergnügten Morgen kann es machen. Besonders, wenn man bedenkt, daß »Hamburg« eine benachbarte Straße ist, in der ein Bonbonkrämer wohnt.
Appelschnut braucht nur das Mäulchen aufzutun, und das ausverkaufte Haus ist entzückt. Jedes falsch konjugierte Verb ist ein Erfolg, wie ihn mancher Schriftsteller mit gleichen Mitteln ewig vergeblich erstrebt. Das Unzulängliche, hier wird's Ereignis.
Nicht, daß solch ein Kinderleben nicht auch seine Schatten hätte! Jeden Morgen tritt auch in dieses Leben die hundertzähnige Pflicht in der für die Pflicht so bezeichnenden Gestalt des Kammes. Und man lächle, bitte, nicht über den Kamm als über etwas Geringfügiges! Ihr müßt hier mit Proportionen rechnen und bedenken, daß für das Kind ein Kamm genau dasselbe ist, was für uns ein unangenehmer Vorgesetzter mit abgebrochenen und verbogenen Zähnen ist.
Eines Tages saß Roswitha auf dem Schoß ihrer Mutter und blinzelte hinter ihren Liebkosungen wie ein Kätzchen in der Sonne.
»Du bist meine Zuckerdirn«, sagte die Mutter.
»Jaa«, versetzte Appelschnut mit Überzeugung, und mit treuherzigem Blick fügte sie hinzu: »Du schicks mich auch garnich in Paket, nich?«
Meine Frau verstand sie anfangs nicht. Erst allmählich ging ihr ein Licht auf. Mehrere Tage vorher hatte ich aus der Ferne geschrieben: »Schick mir doch die Appelschnut im Paket!« Meine Frau hatte den Kindern aus dem Briefe vorgelesen, und Roswitha hatte sich tagelang mit der Angst getragen, sie würde als Paket auf die Post gebracht werden.
Nachdem Appelschnut heute gekämmt und fertiggeputzt ist, kommt sie in meine Hände. In diesem Stadium gefällt sie mir am wenigsten. Ein frischgekämmtes und frischgebügeltes Kind sieht aus wie ein Kunstwerk, das die Kritik berichtigt und verbessert hat. Aber nach einem halben Stündchen schon fangen die ängstlich nebeneinandergeduckten Härchen wieder an zu leben und stehen leis und behutsam auf, und wenn sie merken, daß der Kamm nicht mehr daherfegt, beginnen sie sogleich wieder ihr leises, lustiges Flimmergespräch mit Luft und Sonne.
Der heutige Tag gehört meinem Töchterlein Appelschnut. Das kommt daher: Eines Tages kam sie an meinen Schreibtisch und sprach:
»Pappa, weiß du was? Wir spielen Mutter und Kind zusammen. Du bis das Kind un ich bin die Mutter. Un denn muß du immer tüchtig ungezogen sein un denn bekomms du Schläge, aber nur aus Spaß, mein ich! O ja – nich?«
»Ich kann aber jetzt nicht mit dir spielen.«
»Worum nich?«
»Weil ich arbeiten muß.«
»Worum muß du arbeiten?«
Da ich nicht hoffen durfte, ihr den Schöpferdrang eines Dichterherzens klarzumachen, so ergriff ich die Gelegenheit zu einer ökonomischen Aufklärung und sagte:
»Weil ich Geld verdienen muß.«
»Worum muß du denn Geld verdienen?«
»Weil ich für euch was zu essen kaufen muß.«
»Mamma hat was zu essen!« ruft sie mit der Kraft eines befreienden Gedankens. »In'n Küchenschrank: 'n ganze Masse!«
Das ist eines jener Argumente, die unwiderleglich sind. Die Dreijährigen haben's überall in der Welt so leicht, recht zu behalten! Und das hat man nun davon: Da rackert man sich unaufhörlich, um sieben »tägliche Brote« zu schaffen, und den Ruhm der Ernährerin trägt die »Mamma« davon.
Nach einer höchst nachdenklichen Pause nahm Appelschnut das Gespräch wieder auf.
»Pappa, wann muß du mal garnich, garnich, garnich mehr arbei'n!«
»Ja, das weiß ich nicht. Was willst du denn, wenn ich nicht mehr arbeite?«
»Denn will ich mal 'n ganzen Tag mit dir spiel'n!«
Der freudige Glanz aus ihren Augen überlief mir so schmeichlerisch das Herz, daß ich ihr versprach, ich wolle bald einmal einen ganzen Tag mit ihr spielen. Selbstverständlich wurde ich am andern Morgen um fünf Uhr durch eine Bearbeitung meines Bartes und meiner Nase aus dem Schlaf geweckt. Appelschnut stand an meinem Bett und fragte:
»Wills du heute mit mir spiel'n?«
»Nein, heute noch nicht.«
»Wann denn?«
»Bald.«
»Morgen?«
»'mal seh'n. Vielleicht.«
»O Mamma, Pappa will fürleich morgen mit mir spiel'n!!«
Auf diese Weise wurde auch »Mamma« geweckt. Appelschnut bewährte sich außerordentlich als Erzieher zum Worthalten. Freilich hätt' ich unter allen Umständen mein Versprechen erfüllt. Denn ich bin gewöhnlich ein Freund vom Worthalten, bin es aber besonders Kindern gegenüber, und das kommt daher, daß mir einmal eine liebe schöne Dame eine kleine Geschichte erzählt hat. Als die liebe schöne Dame noch ein kleines dünnes Mädel war, kam eines Tages in ihr sehr bescheidenes Elternhaus ein ganz berühmter und reicher Onkel. Ach, war das ein Mann und war das ein Fest! So freundlich war er zu allen und so spaßig und war doch ein so berühmter Mann, und das kleine Mädel nahm er auf den Schoß und sagte zu ihm: »Wenn ich wiederkomme, mein Kind, dann kriegst du eine Puppe, wie du sie noch nicht gesehen hast!« Und dann verschwand der Onkel wie ein Komet und ließ einen sieben Wochen langen Schweif von Glanz und Erinnerungen hinter sich zurück. Es dauerte aber viel länger als sieben Wochen, bis der Komet wiederkam, und da kann sich jedermann denken, wie die Puppe in der Zwischenzeit wuchs und sich veränderte! Immer größer wurde sie, und die Arme und Beine wurden beweglich, und die Augen konnte sie schließen, ordentlich, als wenn sie schliefe, und eines Tages fing sie mit einem Male laut an zu schreien, und wenn man genau hinhorchte, dann sagte sie »Mama! Mama«! Und nach einem Jahre konnte sie gehen und sprechen und essen und mochte keine Milchsuppe und unterschied sich in gar nichts mehr von einem gewöhnlichen Menschen; es war ja doch eine Puppe, wie man sie noch nie gesehen hatte! Und Kleider hatte sie – na! Ordentlich zum Aus- und Anziehen! Hemdchen und Höschen mit Spitzen! Und das Kleid nach der neuesten Mode! Und endlich, endlich eines Tages erschien der Onkel wieder am Himmel. »Guten Tag«, konnte das kleine Mädchen gar nicht sagen; ihm stak etwas im Halse, und nur die strahlenden Augen grüßten den Onkel. Der reiche und berühmte Onkel war diesmal wieder sehr freundlich, aber auch sehr eilig; das kleine Mädel dachte immer: Wo mag er nur die Puppe haben; für die Rocktasche ist sie doch zu groß! – es war aber zu wohlerzogen, um von der Puppe anzufangen. Da trat der Onkel auf sie zu (jetzt kommt's, dachte das kleine Mädel), klopfte ihr leichthin die Bäckchen, als habe er sie noch nie auf dem Schoße gehabt, und dann sagte er »Adieu« und war weg. Und dem kleinen Mädel war, als habe sie der Onkel gerade aufs Herz geschlagen, so daß es gar nicht mehr klopfen konnte. Ja, aber glaubt denn so ein kleines Mädel, daß so ein großer Onkel an nichts Besseres zu denken hat als an Puppen?! Dem gehen Kreditaktien und Geschäfte und italienische Gesandte im Kopf herum, aber Puppen –? Und die liebe schöne Dame, so groß und schön sie war, hat die verlorne Puppe niemals ganz verwunden. Und ich hab' es ihr damals gleich gesagt: Wenn mir der reiche und berühmte Onkel einmal über den Weg läuft, dann geht es ihm eine Viertelstunde lang hundeschlecht.
Es ist Winterzeit; draußen steht blendendes Schneelicht und umschließt wie eine Mauer die einsame Welt. Bis ins Innerste der Wohnungen glänzt es bläulich-silbern. Wir beginnen das Divertissement mit Puppen- und Mutter- und Kindspielen, dem A und O der Mädchenspiele. Mama Roswitha hat heute drei Kinder: Ursula, Hedwig und mich. Meine Schwestern Ursula und Hedwig sind Puppen; aber ich habe Grund zu dem eifersüchtigen Gedanken, daß sie dem Herzen Appelschnuts mindestens so nahe stehen wie ich. Besonders erregt Ursula meinen Neid, obendrein ein gänzlich abgenutztes Kind, das bei jeder Bewegung Sägespäne verliert und Backen hat, so rissig wie ein altes Nashornfell. Sie wird mir vorgezogen, darauf möchte ich wetten, sie hat freilich auch viel öfter mit ihrer Mama gespielt als ich, und daher mag's kommen. Und nun stellt gefälligst mal einen Professor vor Appelschnut hin und laßt ihn erklären: »Liebes Kind, die Puppe ist nur das Bild eines Menschen, nicht aber ein wirklicher Mensch!« – was, glaubt ihr, würde Appelschnut erwidern, wenn sie ihn überhaupt verstünde? Sie würde lachen und sagen: »Ursula ist gerade so gut ein Mensch wie du.« Als unser Junge noch ein Baby war, hatte er eine Puppe, die den für einfache Zungenverhältnisse passenden Namen »Dadda« trug, und diese Puppe hatte eines Tags aus irgendeinem Grunde keinen Hinterkopf mehr. Als meine Frau nun den ganzen Kopf entfernen wollte, da zeigte sich, daß er sehr fest auf dem Rumpfe saß. Sie ergriff daher einen Hammer und zertrümmerte den Kopf, um ihn stückweise zu entfernen. Aber sie hatte nicht bemerkt, daß unser männliches Baby sie beobachtete, und als der Hammer auf Daddas Kopf niederfuhr, stieß der Junge einen so durchdringenden Schrei aus, daß wir tief erschraken. Wie aus der Brust eines Erwachsenen, so schmerzlich hatte es geklungen. Meine arme Frau hatte nichtsahnend ein beseeltes Wesen erschlagen. Denn Dadda hatte eine Seele gehabt, das fühlten wir nun, eine treue Seele, die durch das große Loch im Hinterkopf nicht entwichen war.
Sehr merkwürdig ist es nun, daß die erste Tätigkeit, welche Appelschnut an ihren Kindern vornimmt, darin besteht, daß sie sie kämmt, wie denn ja das in der Tat ein erhabener Gedanke der ausgleichenden Gerechtigkeit ist, daß auch die unangenehmsten Prozeduren zum Vergnügen werden, wenn man sie an andern ausübt. Und wie indigniert die kleine Mama tut, daß »so große Mädchen« wie Ursula und Hedwig sich schreiend gegen die Toilette sträuben! Noch merkwürdiger aber ist es, daß, als ich nun darankomme und mich artig kämmen lasse und mir einbilde, mir dadurch bei der strengen Mama einen weißen Fuß zu machen, die Mama erst ernstlich unzufrieden wird.
»Ach nein, Pappa, pfui, du muß auch schrein!« ruft sie enttäuscht und entrüstet.
Ich heule also wie ein Torpedoboot und bemerke deutlich, daß selbst so brave Kinder wie Appelschnut die Ungezogenheit unvergleichlich interessanter finden als die Wohlerzogenheit. Das beobachtet man auch, wenn die Kinder Schule spielen. Eine Weile geht das Spiel in korrekten Formen dahin; dann wird ein beweglicher Geist unter den Schülern unverschämt, die Klasse geht sofort zur Meuterei über; die Lehrerin notiert einen »Tadel« nach dem andern; der Lehrer prügelt wie ein Drescherquartett, und die Pädagogik hat begonnen, interessant zu werden.
Da Appelschnut inzwischen Lust bekommen hat, einen Besuch zu machen, so muß ich die für diesen Zweck erforderliche Tante abgeben.
»O ja, Pappa, nich?? Du muß mal aus Spaß die Tante sein!«
»Aus Spaß« ist der Gegensatz von »wirklich«; die ganze Welt zerfällt für sie in eine Welt der Wirklichkeit und eine Welt »aus Spaß«.
»Oh, un hier muß aus Spaß dein Haus sein, nich??« Sie führt mich in einen Winkel, wo ich zwischen einem Schrank und einem Ofen niederkauern muß. Nachdem sie sodann in ihrem Puppenwagen ihren Töchtern ein Bett gemacht hat und die Kissen so kunstgerecht aufgeschüttelt und geklopft hat, als hätte sie seit zwanzig Jahren nichts anderes getan, und nachdem sie sich ein buntes Stück Zeug, das »aus Spaß« ein Hut ist, auf den Kopf gelegt hat, macht sie sich mit ihren Kindern auf den Weg zur Tante.
»Lingelingeling!« ruft sie, als sie nahe vor mir steht. Das ist die Türglocke.
»Ah, guten Tag« –, ruf ich, werde aber sofort unterbrochen.
»Nein, du muß erst ›Schließ!‹ sagen.« Das Wort »Schließ« markiert das Türaufmachen. Ich sage also »Schließ«, und sie tritt ein.
»Guten Tag.«
»Ah, sieh da, guten Tag, Frau Appelschnut«
»Ach nein, ich bin doch Frau Schmidt!«
»Ach ja, richtig, Frau Schmidt, das ist aber hübsch von Ihnen, daß Sie mich besuchen.«
»Ja.«
»Und das sind wohl Ihre Kinderchen? Die sind aber niedlich!«
»Ja. – Ich krieg noch'n Baby, wenn mein Geburtstag is.«
»So! – Aber nehmen Sie doch, bitte, Platz, Frau Schmidt!«
»Ja.« Sie läßt sich auf ein Stühlchen nieder mit der Miene einer Dame, die sich auf acht Tassen Kaffee einrichtet. Dann aber »fliegt ein Engel durchs Zimmer«; die kleine Frau Schmidt ist noch nicht so weit fortgeschritten, um mit dem Wetter anzufangen. Endlich weiß sie was.
»Was wollen Sie heute kochen?« fragt sie.
»Bohnen mit Speck«, sage ich.
»Das mag ich nicht. Ich koch heute Pudding.«
»So!«
»Ja. – – Nu muß ich wieder nach Hause.«
Frau Schmidt alias Appelschnut alias Roswitha geht also heim und begibt sich an ihre häuslichen Geschäfte. Wer muß das erforderliche Dienstmädchen spielen? Natürlich ich.
»Amanda, nehmen Sie den Korb; Sie müssen was zum Mittagessen einholen.«
»Jawohl, Frau Appelschnut!«
»Ich heiß doch nich Appelschnut, ich heiß doch Frau Schmidt!!«
»Ach ja, richtig! Was soll ich denn holen, Frau Schmidt?«
»Zucker.«
»Wieviel?«
»Für swanzig Mark.«
»Ist das nicht etwas viel?«
»Na ja, für'n Fennig!«
»Ist das nicht etwas wenig?«
»Vater, sag mal, wieviel!«
»Ich heiß doch nicht ›Vater‹, ich heiß doch ‹Amanda‹!«
»Ach Vaa–te–r– –!!!«
»Na ja: also für 50 Pfennige.«
»Ja.«
»Und was soll ich sonst noch holen?«
»Bonbons.«
»Wieviel?«
»Für tausend Bijonen Mark.«
Frau Schmidt hat nämlich vier Zahlvorstellungen: Eins, zwei, drei und »tausend Billionen«. Sie gebraucht zwar auch andere Zahlen; aber bei denen denkt sie sich nichts. Wenn sie ein größeres Quantum bezeichnen will, so sagt sie »tausend Bijonen«. Frau Schmidt läßt aber mit sich handeln.
»Für tausend Billionen Mark Bonbons ist zuviel. Da kriegen Sie Leibschmerzen, Frau Schmidt.«
»Für wieviel denn?«
»Für fünf Pfennige.«
»O ja!!«
»Was soll ich sonst noch holen?«
»Mehr nich.«
Das heutige Diner umfaßt also Zucker und Bonbons. Angenehme Aussichten.
In diesem Augenblick zerflattert Roswithas hausfrauliches Phantasiespiel in nichts; denn ein großer, blankpolierter Gegenstand ist ihr ins Auge gefallen und hat für den Augenblick die Interessen der Mutter und Hausfrau verdrängt. Es ist die »Bimm-Kommode«.