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: Divan der persischen Poesie - Kapitel 6
Quellenangabe
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typepoem
authorVerschiedene Autoren
titleDivan der persischen Poesie
publisherVerlag von Otto Hendel
editorJulius Hart
year1887
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Fachr Dschordschani.

Lebte am Hofe des bekannten Sultan Keikawus, des Verfassers des unter dem Titel »Kabusnameh« auch in Deutschland bekannt gewordenen Fürstenspiegels. Dschordschani war der Verfasser eines erotischen Epos »Wamik und Asra«,, welches aber verloren gegangen ist und von dem der persische Litterarhistoriker Dewletschah nur noch wenige Verse sah, die ihn den Verlust des Ganzen bedauern ließen. Nach Dschami ein zierlicher und anmutiger Dichter.

Sprüche.

1.

Wahr ist dies Wort, das Kluge einst erdacht.
Wer fern ihr zusieht, hält für leicht die Schlacht.

2.

Dies goldne Becken kann mir nicht gefallen,
In dem der Feind mein Lebensblut sieht wallen.

3.

Stets werden Schlangen Schlangen nur gebären,
Stets schlechte Zweige schlechte Frucht gewähren.

4.

Schön zum Sehen sind Narzissen,
Aber bitter zum Genießen.

5.

Bemerkte Fehler schonungslos verhehlen,
Ist besser, als erdichtete erzählen.

6.

Ein Herrscher soll der stolzen Flamme gleichen,
Die stets emporstrebt, Höh'res zu erreichen.

7.

Ob elefantenstark, ob Leu an Tapferkeit,
Mit Flammen, wenn, sie loh'n, vermeide klug den Streit.

Schlechta Wssehrd.

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