| type | proverb |
| booktitle | Die deutschen Sprichwörter |
| author | Karl Simrock |
| year | 2000 |
| publisher | Philipp Reclam jun. |
| address | Stuttgart |
| isbn | 3-15-058453-1 |
| title | Die deutschen Sprichwörter / Pack - Pusten |
| pages | 395-412 |
| created | 20030506 |
| sender | gerd.bouillon@t-online.de |
| firstpub | 1846 |
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z
Pack – Pusten
| 7704. | Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. |
| 7705. | Wer der Padde den Kopf abbeißt, getröstet sich des Giftes. |
| 7706. | Wenn's am Palmsonntag regnet, so hält die Erde keine Feuchtigkeit. |
| 7706a. | Ist Palmsonntag hell und klar, So gibt's ein gut und fruchtbar Jahr. |
| 7707. | Pancratius holt seine Tuffeln (Pantoffeln) wieder. |
| 7707a. | Pantoffelholz schwimmt immer oben. |
| 7708. | Kein Panzer hilft wider den Galgen. |
| 7709. | Panzer, Bücher und Frauen muß man erst versuchen. |
| 7710. | Wer sich fürchtet, zieht den Panzer an. |
| 7712. | Das Papier ist geduldig. |
| 7712a. | Das Papier läßt drucken, was man will. |
| 7711. | Ich mache mir daraus so viel Als aus einem Pappenstiel. |
| 7694. | Wo der Papst ist, da ist Rom. |
| 7695. | Wir können nicht alle Papst zu Rom werden. |
| 7696. | Es kann nur einer Papst sein. |
| 7697. | Um Papst zu werden, darf man nur wollen. |
| 7698. | Wer den Papst zum Vetter hat, ist bald Kardinal. |
| 7699. | Er tut, als wär' der Papst sein ärmster Vetter. |
| 7700. | Auch der Papst ist ein Schüler gewesen. |
| 7701. | Der Papst frißt Bauern, säuft Edelleute und sch– Mönche. |
| 7702. | Je näher dem Papst, je schlimmerer Christ. |
| 7703. | Warum tust du das? Um des Glaubens halber, daß der Papst nicht toll werde. |
| 7713. | Paros hat kalt Wasser, aber schöne Weiber. |
| 7714. | Man ruft so lange Pasch! bis Ostern kommt. |
| 7715. | Es paßt – wie die Faust aufs Auge. |
| 7721. | Der Paßbrief zum Spital sind Karten und Huren. |
| 7716. | Was der Pastor nicht will, nimmt der Küster gerne. |
| 7716a. | Wenn's auf den Pastor regnet, tröpfelt es gemeinlich auf den Küster. |
| 7717. | Der Pastor predigt nicht zweimal. |
| 7717a. | Der Pastor singt keine zwei Messen für ein Geld. |
| 7718. | Verspricht sich doch wohl der Pastor auf der Kanzel. |
| 7719. | Der Pastor ist kein Has und die Kirche kein Feldhuhn. |
| 7720. | Wisch dir die Schnute, Junge, gib dem Pastor ein Händchen und sag: Guten Tag, Lümmel! |
| 7720a. | Den Glauben gibt der Pastor. |
| 7722. | Erst Pater, dann Mater, dann der ganze Konvent. |
| 7723. | Unmäßiger Patient macht unbarmherzigen Arzt. |
| 7724. | Was man mit Pauken (paucis) ausrichten kann, dazu braucht man keine Trommeln. |
| 7725. | Paule, du rasest! |
| 7726. | Hat Paulus einen Schaden am Fuß, St. Peter drum nicht hinken muß. |
| 7727. | St. Paul klar Bringt gutes Jahr. |
| 7728. | Pauli Bekehr: Gans, gib dein Ei her. |
| 7729. | Zu Pauli Bekehr Kommt der Storch wieder her. |
| 7730. | Wer Pech angreift, besudelt sich. |
| 7731. | Es geht vonstatten wie Pech von Händen. |
| 7732. | Mit eigner Peitsche und fremden Rossen ist gut fahren. |
| 7733. | Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß. |
| 7734. | Gesucht wie der Pelz im Sommer. |
| 7735. | Er ist mit der Pelzkappe geschossen. |
| 7736. | Man soll die Perlen nicht vor die Säue werfen. |
| 7737. | Perlen im Kot haben keinen Schein. |
| 7738. | Er hat ihm eine Perle aus der Krone gestoßen. |
| 7739. | Das ist Pestilenz mit Franzosen geheilt. |
| 7740. | Mit St. Peter ist gut handeln. |
| 7741. | Petri Schlüssel flüchtet unter Pauli Schwert. |
| 7742. | Man soll nicht dem Peter nehmen und dem Paul geben. |
| 7743. | Friert's auf Petri Stuhlfeier, Friert's noch vierzehnmal heuer. |
| 7744. | Um Petri Stuhlfeier sucht der Storch sein Nest, Kommt von Schwalben der Rest. |
| 7745. | Sünte Peiter Geut de Winter weiter. |
| 7746. | Peterlein Muß nicht auf allen Suppen sein. |
| 7746a. | Tu Pfad, der Landvogt kommt. |
| 7746b. | Pfaff supplex ora, Fürst protega, Bauer labora. |
| 7747. | Der Pfaff lebt ein Jahr nach seinem Tode. |
| 7748. | Pfaffen zahlen einander keine Zehnten. |
| 7749. | Pfaffen sollen nicht aus der Beichte schwatzen. |
| 7750. | Was der Pfaff nicht will, nimmt der Küster gern. |
| 7751. | Kannst du nicht Pfaff werden, so bleibe Küster. |
| 7752. | In jedem Pfäfflein steckt ein Päpstlein. |
| 7752a. | Es ist kein Pfäfflein so klein, Es steckt ein Päpstlein darein. |
| 7753. | Es ist kein Pfaff, er hat eine Platte. |
| 7754. | Der Pfaffe predigt nur einmal des Tags. |
| 7755. | Jeder Pfaff lobt sein Heiligtum. |
| 7756. | Es sind nicht alle Pfaffen, die große Platten tragen. |
| 7757. | Wenn die Pfaffen sich in den Haaren liegen, so lacht der Teufel. |
| 7758. | Kein Pfaffenrock so heilig, der Teufel schlüpft hinein. |
| 7759. | Reitet der Teufel die Pfaffen, So reitet er sie rechtschaffen. |
| 7760. | Was Pfaffen und Wölfe beißen, ist schwer zu heilen. |
| 7760a. | Man muß mit Pfaffen nicht anfangen oder sie totschlagen. |
| 7760b. | Was ein Pfaff gebissen, wird nimmer gesund. |
| 7761. | Pfaffen und Klaffen Hat der Teufel erschaffen. |
| 7762. | Pfaffen im Rat, Säue im Bad und Hund in der Küche haben nie was getaugt. |
| 7763. | Pfaffenkohl Schmeckt wohl (aber brennt übel). |
| 7764. | Wenn es wahr wäre, was der Pfaff redet, lebte er nicht so üppig. |
| 7765. | Kein Pfaff gibt ein Opfer wieder. |
| 7766. | Der Winter ward noch nie so kalt, Der Pfaff ward noch nie so alt, Daß er des Feuers begehrte, Dieweil das Opfer währte. |
| 7767. | Pfaffen segnen sich zuerst. |
| 7768. | Geld her, klingen die Glocken, wennschon der Pfaff tot ist. |
| 7769. | Pfaffen-Gierigkeit Und Gottes Barmherzigkeit Währt in alle Ewigkeit. |
| 7770. | Pfaffengut faselt nicht. |
| 7771. | Was der Pfaff mit der Zunge und der Soldat mit dem Schwerte gewinnt, das faselt nicht. |
| 7772. | Pfaffengut, Raffgut. |
| 7772a. | Pfaffengut, Klosterbeute. |
| 7772b. | Paafgoot, Rafgot, Düvel, halt den Sack op! |
| 7773. | Pfaffenknechte essen im Schweiß; Von Arbeit werden sie nicht heiß. |
| 7774. | Pfaffen und Weiber vergessen nicht. |
| 7775. | Pfaffentrug und Weiberlist Geht über alles, was ihr wißt. |
| 7776. | Pfaffen, Mönche und Begheinen Sind nicht so heilig, als sie scheinen. |
| 7777. | Es ist nicht Not, daß die Pfaffen heiraten, solange die Bauern Weiber haben. |
| 7778. | Der Pfaff liebt seine Herde, doch die Schafe mehr als die Widder. |
| 7779. | Die Pfaffen und die Hunde Verdienen ihr Brot mit dem Munde. |
| 7780. | Pfaffhusen ist auch verbrannt. |
| 7780a. | Pfaffenköchin sagt zuerst: des Herrn Küche, dann unsere Küche, zuletzt meine Küche: dann hat der Pfaff bei der Köchin gelegen. |
| 7781. | Pfaffenschnitzel sind die besten. |
| 12379. | Wenn die Pfaffen reisen, so regnet es. |
| 12380. | Hätte die Pfalz Wiesen und Holz, So war' sie aller Länder Stolz. |
| 7782. | Pfand Gibt oft Land. |
| 7783. | Es ist ein gut Pfand, das seinen Herren löst. |
| 7783a. | Was für die Pfanne gut ist, ist auch für den Stiel. |
| 7784. | Halt die Pfanne bei dem Stiel, Halt den Pflug bei dem Sterz. |
| 7784a. | Die Pfanne ist so schwarz wie der Hafen. |
| 7784b. | Er klagt sich wie eine rinnende Pfanne. |
| 7785. | Wer Pfannkuchen essen will, muß Eier schlagen. |
| 7786. | Wenn's Pfannkuchen regnet, ist mein Faß umgestülpt |
| 7781a. | Der Pfarrer hat keine gute Predigt, der einen langen Text hat. |
| 7783b. | Der Heireri sieht nit wohl, hört nit wohl und kann nit recht reden, drum muß er ein Pfarrer werden. |
| 7787. | Erst die Pfarre, Dann die Quarre. |
| 7788. | Wohin man pfarrt, Da wird man verscharrt. |
| 7789. | Die lustigsten Studenten geben die besten Pfarrer. |
| 7790. | Pfau hat adlig Gewand, gleisnerischen Gang und teuflischen Gesang. |
| 7791. | Pfau, Schau Deine Beine. |
| 7792. | Wenn man den Pfau lobt, breitet er den Schwanz aus. |
| 7793. | Was der Pfau am Kopf zuwenig hat, hat er am Schwanz zuviel. |
| 7794. | Pfeffer, Kappe und Kalk Verdecken manchen Schalk. |
| 7795. | Pfeffer bringt den Mann aufs Pferd Und die Frau unter die Erd. |
| 7796. | Mein Pfeffer ist so gut wie dein Safran (Sirup). |
| 7797. | Wer Pfeffer genug hat, der pfeffert auch seinen Brei. |
| 7797a. | Wenn der Dreck zum Pfeffer wird, beißt er am stärksten. |
| 7798. | Pfefferkuchen und Branntewein Wollen stets beisammen sein. |
| 7799. | Da liegt der Has im Pfeffer! |
| 7800. | Wie die Pfeife, so der Tanz. |
| 7801. | Gute Pfeifer, Brave Säufer. |
| 7802. | Wer im Rohr sitzt, hat gut Pfeifen schneiden. |
| 7803. | Aus fremdem Rohr ist gut Pfeifen schneiden. |
| 7804. | Mit der Pfeife gewonnen, mit der Trommel vertan. |
| 7805. | Wie sich einer stellt, Also seine Pfeife gellt. |
| 7806. | Das Pfeiflein muß lauten wohl, So man Vögel fangen soll. |
| 7807. | Wer Pfeifen feil hat und kann pfeifen, dem kauft man sie ab. |
| 7808. | Unter den Bauern pfeift auch Corydon wohl. |
| 3416. | Manches wird besser gepfiffen als gesagt. |
| 7809. | Hast du nicht Pfeile im Köcher, so misch dich nicht unter die Schützen. |
| 7810. | Vorgesehenem Pfeile kann man ausweichen. |
| 7811. | Ein Pfeil dringt auch wohl durch einen Harnisch. |
| 7812. | Man muß nicht alle Pfeile zumal verschießen. |
| 7813. | Der eine fiedert die Pfeile, der andere verschießt sie. |
| 7814. | Pfennig ist Pfennigs Bruder. |
| 7815. | Mein Pfennig ist deines Pfennigs Bruder. |
| 7816. | Der gestohlene Pfennig gilt so viel als ein anderer. |
| 7817. | Erbettelter Pfennig ist besser denn gestohlener Taler. |
| 7818. | Ein ersparter Pfennig ist so gut wie der erworbene. |
| 7819. | Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient. |
| 7820. | Wer den Pfennig nicht achtet, wird keines Gulden Herr. |
| 7821. | Wer den Pfennig nicht achtet, wird keinen Gulden wechseln. |
| 7822. | Wer den Pfennig nicht ehrt, Ist des Talers nicht wert. |
| 7823. | Mit dem Pfennig fängt man an zu spielen. |
| 7824. | Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andre. |
| 7825. | Böser Pfennig kommt allzeit wieder. |
| 7826. | Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet. |
| 7827. | Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden erspart. |
| 7828. | Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht. |
| 7829. | Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist. |
| 7830. | Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe. |
| 7831. | Dank's dem Pfennig, daß du nicht bist finnig. |
| 7832. | Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche. |
| 7833. | Ein Pfennig klingt nicht. |
| 7834. | Ein guter Hausvater muß drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig, Zehrpfennig und Notpfennig. |
| 7835. | Der Kaiser hat mich lieb und wert, Wo wäre, der mich nicht begehrt? spricht der Pfennig. |
| 7836. | An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist. |
| 7837. | Das Pferd soll zur Krippe gehn, nicht die Krippe zum Pferd. |
| 7838. | Ein gut Pferd Ist seines Futters wert. |
| 7839. | Ein Pferd, das zuviel Futter kriegt, schupft seinen Herrn. |
| 7840. | Ein schlecht Pferd, das sein Futter nicht verdient. |
| 7841. | Wer dem Pferde seinen Willen läßt, den wirft es aus dem Sattel. |
| 7842. | Wer mehr hinter die Pferde legt als vor sie, der füttert nicht lange. |
| 7843. | Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel. |
| 7844. | Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig. |
| 7845. | Wer sein eigen Pferd reiten will, muß seinen eigenen Hafer füttern. |
| 7846. | Pferde fressen einen Mann, Der sie mit Rat nicht halten kann. |
| 7847. | Das Pferd stirbt oft, eh das Gras wächst. |
| 7848. | Stirb nicht, lieber Hengst, es kommt die Zeit, wo Gras wächst. |
| 7849. | Wenn das Pferd satt ist, so trauert es. |
| 7850. | Wenn das Pferd voll ist, so ist es faul. |
| 7851. | Pferde lassen sich zum Wasser bringen, Aber nicht zum Trinken zwingen. |
| 7852. | Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut Tun nimmer gut. |
| 7853. | Das Pferd beim Zaume, den Mann beim Wort. |
| 7854. | Man muß das Pferd und nicht den Reiter zäumen. |
| 7855. | Auf ein ungezäumt Pferd gehört ein alter Reiter. |
| 7856. | Ungezäumt Pferd Irrt heu'r wie fert (vorm Jahre). |
| 7857. | Ungezäumt Pferd ging nie wohl. |
| 7858. | Er zäumt das Pferd beim Schwanz auf. |
| 7859. | Gute Worte, Zaum und Sporen machen das Pferd fromm. |
| 7860. | Fremdes Pferd und eigne Sporen Haben bald den Wind verloren. |
| 7861. | Fremde Pferde laufen schnell. |
| 7861a. | Wenn die Bauern besoffen sind, laufen die Pferde am besten. |
| 7862. | Williges Pferd soll man nicht sporen. |
| 7863. | Rasches Pferd kam oft krank zu Hause. |
| 7864. | Das Pferd, das am besten zieht, bekömmt die meisten Schläge. |
| 7865. | Wenn das Pferd zu alt ist, spannt man's in den Karren. |
| 7866. | Es kommt wohl auch, daß man die Pferde muß hinter den Wagen spannen. |
| 7867. | Zwei Pferde, ein Kutscher, vier Bestien. |
| 7868. | Das Pferd ist oft klüger als sein Reiter. |
| 7869. | Mancher, der nie ein Pferd beschritt, Singt oft ein Reiterlied. |
| 7870. | Junge Pferde wollen den Bereiter abrichten. |
| 7871. | Wer weiter will als sein Pferd, der sitze ab und geht zu Fuß. |
| 7871a. | De mi 't Pierd wiset, bruukt mi de Krüblen nit to wiisen. |
| 7872. | Klein Pferd, kleine Tagereise. |
| 7873. | Langes Pferd, kurzer Ritt. |
| 7874. | Hast du kein Pferd, so brauche den Esel. |
| 7875. | Vom Pferd auf den Esel. |
| 7876. | Es kommt niemand gern vom Pferd auf den Esel. |
| 7877. | Man muß das Pferd nicht auf den Esel setzen. |
| 7878. | Wer mit jungen Pferden pflügt, macht krumme Furchen. |
| 7879. | Man muß mit den Pferden pflügen, die man hat. |
| 7880. | Ein schäbig Pferd leidet keinen Striegel. |
| 7881. | Mit bösen Pferden bricht man das Eis. |
| 7882. | Die Fürsten haben der Pferde Art: sie stallen gern, wo es schon naß ist. |
| 7883. | Wer ein schelmisch Pferd hat, vertauscht es seinen Freunden. |
| 7884. | Buntes Pferd verkauft man gern. |
| 7885. | Laß dich auf keinem fahlen Pferde betreffen. |
| 7886. | Die Pferde verstehen die Füße im Stall. |
| 7887. | Stolpert doch ein Pferd auf vier Eisen. |
| 7888. | Gut Pferd, das nie stolpert, Gut Weib, das nie holpert. |
| 7889. | Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her. |
| 7890. | Von schönen Pferden fallen schöne Fohlen. |
| 12381. | Es ist besser, ein Pferd an einen fremden Zaun binden als an seinen eigenen. |
| 7891. | Nasse Pfingsten, fette Weihnachten. |
| 7891a. | Regnet's am Pfingstmontag, So regnet's sieben Sonntag. |
| 7892. | Pfingstenregen, Weinsegen. |
| 7893. | Reife Erdbeeren um Pfingsten bringen ein gutes Weinjahr. |
| 7893a. | Zu Pfingsten Gilt das Korn am mindsten. |
| 7894. | Pfingsten, wenn die Gans auf dem Eise geht! |
| 7895. | Zu Pfingsten auf dem Eise! |
| 7896. | Pfirsichbaum und Bauernregiment Wächst schnell, nimmt bald ein End. |
| 7897. | Pfirsiche sind nicht getrocknete Birnen. |
| 7899. | Pflanze, oft versetzt, gedeiht nicht. |
| 7900. | Pflanze mich für zwei, So trag ich dir für drei. |
| 7900a. | Wenn Gott das Gedeihen nicht gibt, so hilft unser Pflanzen und Wässern nicht. |
| 7901. | Man kann nicht alle Schäden mit einem Pflaster heilen. |
| 7902. | Je gesunder das Pflaster, je größer der Schmerz. |
| 7903. | Pflasterkneter, Zungendrescher. |
| 7904. | Pflaumen kann man nicht zu Äpfeln machen. |
| 7905. | Pflaumenstreicher sind alle falsch. |
| 7906. | Pflegerlieb Ist falsch und trüb. |
| 7907. | Pflegertreu Ist immer neu. |
| 7908. | Gebrauchter Pflug blinkt, Stehend Wasser stinkt. |
| 7909. | Wo der Pflug hingeht, da geht auch der Zehent hin. |
| 7910. | Wo das Pflugeisen rastet, wird das Land nicht wohl gebaut. |
| 7911. | Pflügen und nicht säen, Lesen und nicht verstehen Ist halb müßig gehen. |
| 7912. | Wer's mit dem Pförtner hält, findet bald Einlaß. |
| 7913. | Übler Pförtner, der alles einläßt. |
| 7914. | Wer Linden pfropfet auf den Dorn, Hat an beiden sein Recht verlorn. |
| 7915. | Nimmer Pfründ, nimmer Köchin. |
| 7916. | Daß es recht sei, zwei Pfründe zu haben, verstehen nur die nicht, welche bloß eine haben. |
| 7916a. | Pfründenbrot ist Bettelbrot. |
| 7917. | Man wird ihm eine Pfründe geben, wenn er nicht mehr essen mag. |
| 7918. | Wer mit dem Pfunde wägt, bedarf des Zentners nicht. |
| 7919. | Hundert Pfund Sorgen Bezahlen kein Lot Borgen. |
| 7920. | Ein Pfund Federn wiegt so viel als ein Pfund Blei. |
| 7921. | Wo der Pfuscher findet Brot, Muß der Künstler leiden Not. |
| 7922. | Wenn man's hingießt, wo's schon naß ist, wird leicht eine Pfütze daraus. |
| 7923. | Zehn Phantasten geben erst einen Narren. |
| 12380a. | Es kommt allzeit Pharao, der Joseph nicht kennt. |
| 7924. | Philister über dir! |
| 7925. | Pietist, Fauler Christ! |
| 7926. | Man muß von der Pike auf gedient haben. |
| 7927. | Pilatus wandert nicht aus der Kirche, er richtet zuvor einen Lärmen an. |
| 7928. | Man muß Pilato mit dem Kaiser dräuen. |
| 7929. | Wie kommt Pilatus ins Credo? |
| 7930. | Er ist dazu gekommen wie Pilatus ins Credo. |
| 7931. | Von Pontius zu Pilatus gewiesen. |
| 7932. | Bittere Pillen vergoldet man. |
| 7933. | Pillen muß man schlingen, nicht kauen. |
| 7934. | Pillen muß man verschlucken, Nicht im Maul zerdrucken. |
| 7935. | Der erste Pillendreher war der Geißbock. |
| 7936. | Wo man das Placebo singt, da muß die Wahrheit zurückstehen. |
| 7937. | Wer das Placebo domino nicht wohl singen kann, der bleibe von Hofe. |
| 7898. | Plack lehrt krauen. |
| 7938. | Planeten Sind üble Propheten. |
| 7939. | Christen haben keine Planeten, Sondern Gott zum Propheten. |
| 7940. | Mit aller Pläsier, sagt der Bauer, wenn er muß. |
| 7941. | Platz für sieben Mann, es kommt ein halber. |
| 7942. | Jeder Platz Hat seinen Schatz, Jeder Ort Seinen Hort. |
| 7943. | Er hat den Platz neben das Loch gesetzt. |
| 7944. | Wer viel plaudert, lügt viel. |
| 7945. | Muß man denn allen Plunder wissen? |
| 7946. | Plündern macht nicht reich. |
| 7947. | Plünderer sind feige Soldaten. |
| 7948. | Wer sich an Pöbel hängt, ist übel logiert. |
| 7949. | Der Esel will geschlagen, der Pöbel mit Gewalt regiert sein. |
| 7950. | Der Pöbel macht die Herren weise. |
| 7951. | Dem Pöbel muß man weichen, Will man ihm nicht gleichen. |
| 7952. | Wer dem Pöbel dient, hat einen übeln Herrn. |
| 7953. | Dem Pöbel weicht auch der Teufel. |
| 7954. | Es ist nicht gar erdicht't, Was der Pöbel spricht. |
| 7955. | Hüte dich vor dem Pocher, Dir schadet nie der Socher. |
| 7956. | Fürs Podagra hilft kein Schuh. |
| 7957. | Bei guten Tagen und Wein Will das Podagra sein. |
| 7958. | Bacchus der Vater, Venus die Mutter, Zorn die Hebamm Erzeugen das Podagram. |
| 7971. | Poenitet ist ein Impersonale. |
| 7959. | Es ist nicht gut, der Poet im Dorf zu sein. |
| 7960. | Der Pole ist ein Dieb, der Preuß ein Verräter, der Böhme ein Ketzer und der Schwab ein Schwätzer. |
| 7961. | Polnische Brücke, böhmischer Mönch, schwäbische Nonne, welsche Andacht und der Deutschen Fasten gelten eine Bohne. |
| 7962. | Der Pole würde eher am Sonntag ein Pferd stehlen als am Freitag Milch oder Butter essen. |
| 7963. | Polen ist der Bauern Hölle, der Juden Paradies, der Bürger Fegefeuer, der Edelleute Himmel und der Fremden Goldgrube. |
| 7964. | Wie ein polnischer Stiefel, an beide Füße gerecht. |
| 7965. | Es geht zu wie auf dem polnischen Reichstag. |
| 7966. | Politisch ist englisch reden und teuflisch meinen. |
| 7973. | Ich achte der Possen nicht, sagte jener Bischof, als er einen Spruch aus der Bibel hörte. |
| 7972. | Wer mit der Post reisen will, muß eine fürstliche Börse und eines Lastträgers Rücken haben. |
| 7974. | Auf alle Pferde gerecht, wie ein Postsattel. |
| 7975. | Je povrer der Pracher, je fetter die Laus. |
| 7976. | Wenn der Pracher was hat, so hat er keinen Napf. |
| 7967. | Erst prächtig, jetzt verächtlich. |
| 7977. | Pracht macht keinen ehrlich. |
| 7978. | Große Pracht, Kleine Macht. |
| 7979. | Pracht, Gold und Ehr Ist morgen oft nicht mehr. |
| 7980. | Prahler, Schlechte Zahler. |
| 7980a. | Pocher und Prahler sind keine Fechter. |
| 7981. | Prahler, Ihrer Torheit Maler. |
| 7982. | Groß Geprahl, Bissen schmal. |
| 7983. | Prahle nicht mit deinem Glücke, Willst du meiden Neid und Tücke. |
| 7984. | Prahlen wir nicht mehr, sind wir arme Leute. |
| 7969. | Practica est multiplex, sagte der Bauer, da zog er sich einen Wurm heraus und band den Schuh damit zu. |
| 7970. | Praktisieren ist die Kunst, sagte die Frau, da setzte sie den Lappen neben das Loch. |
| 7985. | Man kann auch wohl Prälaten sehn, Die nicht in saubern Schuhen stehn. |
| 7986. | Prasser eilen zum Bettelstab. |
| 7987. | Golden die Praxis, hölzern die Theorie. |
| 7968. | Kommt Präzedenzstreit auf die Bahn, So sitzt der Teufel obenan. |
| 7988. | Predigen macht den Leib müde. |
| 7989. | Viel Predigen macht Kopfweh. |
| 7990. | Kurze Predigt, lange Bratwürste. |
| 7991. | Wer zuviel predigt, verjagt die Zuhörer. |
| 7992. | Das kommt vom langen Predigen. |
| 7993. | Eine gute Predigt muß nicht zu breite Tressen haben, das Tuch muß noch daran zu sehen sein. |
| 7994. | Der beste Prediger ist die Zeit. |
| 7995. | Prediger haben Gehalt fürs Predigen, nicht fürs Tun. |
| 7996. | Andern ist gut predigen. |
| 7997. | Viel Prediger sind, die selbst nicht hören. |
| 7998. | Es ist nicht alles Gottes Wort, was gepredigt wird, es bringt auch mancher seine eigene Ware zu Markt. |
| 7999. | Predigt hören säumet nicht. |
| 8000. | Priester und Schafe haben goldnen Fuß. |
| 8001. | Priester bete, Fürst vertrete, Bauer jäte! |
| 8002. | Priester und Weiber soll man ehren. |
| 8003. | Priester soll man ehren, Weil sie Gutes lehren. |
| 8004. | Priester lehren Gutes, Nicht aber jeder tut es. |
| 8005. | Auf den Priester Folgt der Küster. |
| 8006. | Große Präsenz macht andächtige Priester. |
| 8007. | Der Priester Zänkerei, Des Teufels Jubilei. |
| 8008. | Priesterkinder, Müllerrinder, Bäckerschwein Wollen gut gefüttert sein. |
| 8009. | Priesterkinder und Müllerküh, Wenn sie geraten, sind gutes Vieh. |
| 8010. | Probieren macht gelüstige Leute. |
| 8011. | Probieren macht die Jungfern teuer. |
| 8012. | Probieren Geht über studieren. |
| 8018. | Er lebt vom Profit und macht Staat vom Betrügen. |
| 8019. | Das ist das Gesetz und die Propheten! |
| 8020. | Die alten Propheten sind tot, den neuen glaubt man nicht. |
| 8021. | Der Prophet gilt nirgend weniger als in seinem Vaterlande. |
| 8022. | Er ist ein Prophet, der Brot ißt. |
| 8023. | Ich habe keinen Prophetendreck gegessen. |
| 8024. | Du gäbst einen guten Pfaffen, aber einen bösen Propheten. |
| 8025. | Er ist seiner Protektion milder denn seiner Gaben. |
| 8013. | Jeder Prozeß ist ein Bellum civile. |
| 8014. | Den Prozeß mit Wein begießen hilft. |
| 8015. | Wer Prozeß um eine Henne hat, nehme lieber das Ei dafür. |
| 8016. | Wer zuviel Korn hat, stelle sich Mäuse ein, und wer zuviel Geld hat, fange Prozeß an. |
| 8017. | Er sieht aus, als hätt' er den Prozeß verspielt. |
| 8026. | Prüfet alles, und das Beste behaltet! |
| 8027. | Wer keine Prügel hat, muß mit Bratwürsten um sich werfen. |
| 8028. | Wer alle Prügel aufliest, bekommt bald den Arm voll. |
| 8029. | Es hat ihm eine Hexe aufs Pulver gepißt. |
| 8031. | Wo man den Pumpernickel in der Kirche singt, muß man mitsingen. |
| 8032. | Mancher kann den rechten Punkt zwischen zu früh und zu spät nicht treffen. |
| 8033. | Auf Purpurbetten liegt man hart. |
| 8030. | Besser heiß gepustet als das Maul verbrannt. |
Pack – Pusten
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Z