| type | comics |
| booktitle | Und die Moral von der Geschicht |
| author | Wilhelm Busch |
| year | 1982 |
| publisher | C. Bertelsmann Verlag |
| address | München |
| isbn | 3-570-03004-0 |
| title | Die Prise |
| pages | 4 |
| created | 20101208 |
| sender | gerd.bouillon@t-online.de |

| Der Herr Direktor sitzt beim Wein Und schaut gar sehr verdrießlich drein. |

| Das Auge schweift ins Grenzenlose; Die Hand greift nach der Tabaksdose. |

| Das wohlgeübte Fingerpaar Erfaßt so viel, als möglich war. |

| Und sparsam, selbst im Überfluß, Vertieft er sich in den Genuß. |

| Zwar fühlt er sich zunächst geniert, Weil er nur halbe Wirkung spürt. |

| Doch soll ein mildes Nasenreiben Die Sache fördern und betreiben. |

| Auch wird das Sacktuch, blaugeblümt, Als Nasenfeile sehr gerühmt. |

| Und hilft auch alles dieses nicht, So hilft ein Blick ins Sonnenlicht. |

| Die Spannung steigt, der Drang wird groß – Nur still! Gebt acht! – Gleich drückt er los! |

| Haptschi! – Wer schnupft und dieses hört, Der findet es beneidenswert. |

| Denn was die Seele dumpf umhüllt, Wird plötzlich heiter, klar und mild. |

| Ja! – Sehr erheitert uns die Prise, Vorausgesetzt, daß man auch niese! |