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Johann Wolfgang von Goethe: Johann Wolfgang Goethe: Gedichte - Gesetz der Trübe
Quellenangabe
typepoem
booktitleGedichte, II. Theil
authorWolfgang von Goethe
yearca. 1885
publisherPhilipp Reclam jun.
addressLeipzig
titleGesetz der Trübe
pages147-148
created20040417
sendergerd.bouillon
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Gesetz der Trübe.

    Freunde, flieht die dunkle Kammer,
Wo man euch das Licht verzwickt,
Und mit kümmerlichstem Jammer
Sich verschrobnen Bildern bückt.
Abergläubische Verehrer
Gab's die Jahre her genug;
In den Köpfen eurer Leerer
Laßt Gespenst und Wahn und Trug.

Wenn der Blick an heitern Tagen
Sich zur Himmelsbläue lenkt,
Beim Siroc der Sonnenwagen
Purpurroth sich niedersenkt,
Da gebt der Natur die Ehre,
Froh, an Aug' und Herz gesund,
Und erkennt der Farbenlehre
Allgemeinen ewigen Grund.

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