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Emanuel Geibel: Gedichte - In den Tagen des Konflikts
Quellenangabe
typepoem
authorEmanuel Geibel
editorDr. R. Schacht
firstpub1865
year1915
publisherHesse & Becker
addressLeipzig
titleIn den Tagen des Konflikts
pages371
created20070321
sendergerd.bouillon
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Emanuel Geibel

In den Tagen des Konflikts.

1865.

              Das ist ein trostlos Silbenstechen,
Mißtrauen hier, Verstimmung dort;
Sie möchten wohl von Sühnung sprechen,
Doch keiner trifft das rechte Wort.

So wächst die Kluft von Tag zu Tage,
Man reizt und höhnt, man trutzt und schmollt,
Ob draußen auch mit dumpfem Schlage
Vernehmlich schon das Wetter grollt.

Erhitzt bekämpfen sich die Reihen
Zur rechten und zur linken Hand,
Und überm Hader der Parteien
Denkt keiner mehr ans Vaterland.

 Lied (Die Lilien glühn in Düften) >> 






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