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Georg Christoph Lichtenberg: Georg Christoph Lichtenberg: Essays - Redensarten womit die Deutschen die Trunkenheit einer Person andeuten
Quellenangabe
titleRedensarten womit die Deutschen die Trunkenheit einer Person andeuten
booktitleRedensarten womit die Deutschen die Trunkenheit einer Person andeuten
authorGeorg Christoph Lichtenberg
typeessay
isbn3-7832-1404-6
publisherBüchergilde Gutenberg
senderchristel@gol.com
firstpub1793
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Georg Christoph Lichtenberg

Redensarten womit die Deutschen die Trunkenheit einer Person andeuten

Allen Hochwürdigsten, Hochgebornen Hochwürdigen, Hochwohlgebornen Wohlwürdigen, Wohlgebornen Ehrwürdigen, Hochedelgebornen, wie auch allen Großachtbaren, Wohledeln und Wohlehrenfesten launigen
ROTEN NASEN
namentlich also und schlechterdings ausgeschlossen alle diejenigen, die hier und da an Haubenstöcken oder Haubenstöckenähnlichen Köpfen sitzen, eignet diesen Beitrag in Untertänigkeit zu der Sammler

  • Hochdeutsche:
    • Er spürt den Wein.
    • Er hat einen Schuß.
    • Er ist angeschossen.
    • Er hat einen Hieb.
    • Er hat einen Strich.
    • Er hat einen Jesuiter.
    • Er hat etwas zuviel.
    • Er ist besoffen.
    • Er ist benebelt.
    • Er hat einen Heiligenschein.
    • Er hat einen Rausch.
    • Er ist begeistert.
    • Er ist voll.
    • Er hat etwas im Kopf.
    • Er hat genug.
    • Er hat einen Haarbeutel.
    • Er hat ein Glas zu viel getrunken.
    • Er hat zu tief ins Glas geguckt.
    • Er ist illuminiert.
    • Er taumelt.
    • Die Zunge ist ihm schwer.
    • Er kann die Zunge nicht mehr heben.
    • Er kann auf keinem Bein mehr stehen.
    • Er ist berauscht.
    • Er ist betrunken.
    • Er ist dabeigewesen.
    • Er ist fertig.
    • Er ist hin.
    • Er ist weg.
    • Er ist selig.
    • Er sieht den Himmel für eine Baßgeige an.
    • Er sieht die Buchstaben doppelt.
    • Er ist himmelhageldick.
    • Er hält einen Kalenberger Bauern für eine Erdbeere.Aus Gründen, die hier unmöglich auseinandergesetzt werden können, erhellt, daß ein Kalenberger Bauer, oder vielmehr sein roter Kittel, der hier allein in Betracht kommt, ungefähr 80 Fuß entfernt sein muß, um von einem Betrunkenen für eine Erdbeere, die nur einen Fuß entfernt wäre, gehalten zu werden.
    • Der Kopf ist ihm schwer.
    • Er hat trübe Augen.
    • Er ist im Oberstübchen nicht richtig.
    • Er hat Glasaugen.
    • Er wackelt.
    • Er hat etwas im Dache.
    • Er ist toll und voll.
    • Er hat seine Ladung.
    • Er war an einem guten Ort.
    • Er ist geliefert.
    • Er ist gedeckt.
    • Er sieht zwei Sonnen.
    • Er ist pudelhageldick.
    • Er geht, als wenn alle Häuser sein gehörten.
    • Er ist ganz weg.
    • Er segelt mit vollen Segeln.
    • Er hat sich an Laden gelegt.
    • Er ist pudeldick.
    • Er hat seinen Talis.
    • Er hat seinen Teil.
    • Er kann nicht mehr über den Bart spucken.
    • Er macht einen pas frisé.
    • Er ist dick.
    • Er hat des Guten zu viel getan.
    • Er hat pokuliert.
    • Er schwebt.
    • Er kreuzt.
    • Er hat satt.
    • Er sah Schleifkannen am Himmel.
    • Er ist so voll, daß er es mit den Fingern im Halse fühlen kann.
    • Er kann keine Ecke vorbeikommen.
    • Er hat einen Bart gemacht.
    • Er geht einen M Strich (il fait des SS).
    • Er ist gut gesegnet.
    • Er hat schief geladen.
    • Er hat sich schwarz gemacht.
    • Es spuckt ihm im Giebel.
    • Er laviert.
    • Er hat etwas im Krükel.
    • Er ist katzendick.
    • Er hat sich bespült.
    • Er hat geschnappt.
    • Er hat sich was bene getan.
    • Er hat sich gut vorgesehen.
    • Er hat einen Tummel.
    • Er kann kaum lallen.
    • Er hat Moses' Zunge.
    • Er ist herumgeführt.
    • Er ist unter dem Tische.
    • Er sieht eine Turmspitze für einen Zahnstocher an.
    • Er hat sich besäbelt.
    • Er hat sich die Nase begossen.
    • Er hat sich begabet.
    • Er kann nicht mehr lallen.
    • Er hat sich etwas zu Gemüte geführt.
    • Er ist à tout.
    • Er hat sich betudelt.
    • Er hat einen Schnurren.
    • Er hat einen Ditto.
    • Er hat runde Füße.
    • Er hat zu viel übergebeugt.
    • Er ist sternblind dick.
    • Er riecht nach der Fuselbulle.
    • Die Zunge ist ihm gelähmt.
    • Man hat ihn begraben.
    • Er ist blindhagelvoll.
    • Er ist so voll wie ein Dudelsack.
    • Er sieht aus wie ein gestochen Kalb.
    • Er sieht aus wie eine Ente, wenn's Wetter leuchtet.
  • Plattdeutsche:
    • He hat veel unter de Nase gegoten.
    • He is fette.
    • He is to lange up der Dößke wesen.
    • He is knüppeldicke.
    • He is so dik as en Täck.
    • He hefft to veele püchelt.
    • He is to lange under den Wacholderbaume wesen.
    • He is snerrt.
    • He hat sich todecket
    • He hat wat in de Krone.
    • He hat wat im Timpen.
    • He is ähmig.
    • He hefft de Planken to leev.
    • He hefft to veele sipsölket.
    • He het wat im Sticksel.
    • He geht up den Knobben na Hus.
    • He kann keen Küken nöhmen.
    • He is so dicke as en Beest.
    • He hefft de Jacke voll.
    • He hat wat im Knaupe.
    • He hefft to veele knipset.
    • He kükt uf fif Augen.
    • He hefft den Tecken dicke.
    • He is en Swinigel.
    • He hett flammet.
    • He hefft den Pigel dicke.
    • He is so dicke as en Pedde.
    • He is so dicke as en Swin.
    • He hat den Boden sehen.
    • He is bemüselt.
    • He hat in kenen Rauk anbetet.
    • He grallögt.
    • He is duhn.
    • He is carthövven.
    • He is so dicke as en Schindertieve.
    • He swimslaget.
    • He is karthaunendick.
    • He hat sick wat int Auge wisket.
    • He hette qualmet.
    • He is half sieven.
    • He hefft to veele pullet.
    • He is so stramm as en Trummel.
    • He is jöhlig.
    • He is döfft.
    • He is dull und vull.
    • He is en Suput.
    • He is en Supkumpan.
    • He hett sick bepumpelt.
    • He hett en Rummel.
    • He sweckt.
    • He het sick begigelt.
    • He het sick den Ars begoten.
    • He hett to deep int Glas keken.
    • He hett to veel nipt.
    • De Wün is em in Capitolium stegen.
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