| type | fable |
| booktitle | Gleim's Gedichte (Nationalbibliothek der Deutschen Classiker, Sechster Band) II |
| author | Johann Wilhelm Ludwig Gleim |
| year | vor 1876 |
| publisher | Bibliographisches Institut |
| address | Hildburghausen und New York |
| title | Tamerlan und seine Tochter |
| pages | 57-58 |
| created | 20010929 |
| sender | gerd.bouillon@t-online.de |
| Die liebste Tochter Tamerlans, Des Helden, welcher Furcht und Schrecken Um sich verbreitete, hieb eines schönen Hahns Geliebter Henne, – die zu wecken, Der Hahn sein häßliches Kikri Hochstehend jeden Morgen schrie, – Nicht dieses harten Schicksals werth, Den Kopf ab mit des Vaters Schwert. Der Vater sah's. »Unschuldigen Geschöpfen »Herr Vater, Sie!« – »Tyrannin, kniee nieder! Der Tochter zitternden, hinknieend, alle Glieder! Ob wohl mit ihrem Blut der große Tamerlan, »Gerechtigkeit muß seyn!« sprach der Barbar, und weinte |