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Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Johann Wilhelm Ludwig Gleim: Fabeln - Die Sperlinge
Quellenangabe
typefable
booktitleGleim's Gedichte (Nationalbibliothek der Deutschen Classiker, Sechster Band) II
authorJohann Wilhelm Ludwig Gleim
yearvor 1876
publisherBibliographisches Institut
addressHildburghausen und New York
titleDie Sperlinge
pages91
created20010929
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Die Sperlinge.

        Man flickte – war's zu Straßburg oder Rom?
Ich weiß es nicht – an einem Dom,
Und jagte Mutter, Brüder, Schwestern
Des Sperlingsvolks aus ihren Nestern;
Und als die Flickerei zu Ende war,
Da kam, bei Tausenden, die Schaar
Der Flüchtigen zurück geflogen,
Und freudig hätte jedes Paar
Sein Nestchen wieder gern bezogen;
Allein, man sah betrübt, daß keins gelassen war.
»Und, Gott! was hat sie doch bewogen«,
Erseufzte da, mit tiefem Ach,
Ein alter Sperling auf dem Dach,
»Uns unsre Wohnungen so grausam zu zerstören?
Was Bösers konnten sie nicht thun;
Als wenn die hohen Mauern nun
Zu etwas nütze wären!«
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