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190 kleine Erzählungen für die Jugend

Christoph von Schmid: 190 kleine Erzählungen für die Jugend - Kapitel 44
Quellenangabe
typelegend
authorChristoph von Schmid
title190 kleine Erzählungen für die Jugend
publisherEnßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080308
projectid30cab2fc
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44. Der Lein

Eine fleißige Landwirtin gab sich viele Mühe, recht schönen Flachs zu bauen. Da kam ein Handelsmann und sagte zu ihr: Geben Sie mir von Ihrem einheimischen Leinsamen, und ich will Ihnen ausländischen dafür bringen, der ohne Vergleich besser ist. Sie müssen mir aber für jeden Sack voll alsdann noch einen Dukaten weiter bezahlen. Die Frau ging den Handel ein, und der Leinhändler brachte den Lein.

Als er aber den ersten Sack ausleerte – sieh, da funkelte etwas hell in dem Lein. Es war ein goldener Ring, und die Frau rief verwundert: Das ist ja mein Ring, den ich im letzten Herbste verloren habe! Als ich mich mit meinem Leine beschäftigte, muß ich ihn abgestreift haben! Zu dem Leinhändler aber sagte die Frau: Ihr seid ein Betrüger und Euer Betrug ist nun am Tage. Ihr habt meinen eigenen Lein für fremden verkaufen wollen. Ihr habt anstatt der Dukaten Schläge verdient. Die Sache blieb auch nicht geheim. Der Handelsmann mußte vor Gericht Strafgeld erlegen und kam in so üblen Ruf, daß er seine Handelschaft aufgeben mußte.

Betrügerische Leute kamen
Schon oft um Brot und guten Namen.

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