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190 kleine Erzählungen für die Jugend

Christoph von Schmid: 190 kleine Erzählungen für die Jugend - Kapitel 130
Quellenangabe
typelegend
authorChristoph von Schmid
title190 kleine Erzählungen für die Jugend
publisherEnßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080308
projectid30cab2fc
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130. Die Schuhe

Der arme Meinrad hütete die Ziegen. Sein Lohn war aber so gering, daß er sich nicht einmal Schuhe anschaffen konnte. Es fror ihn sehr an den Füßen; denn es war bereits spät im Herbste, und das Wetter sehr naß und kalt. Da kam ein Mann aus dem Gebüsche, der wegen Diebstahls schon ein paarmal in das Zuchthaus gesperrt worden war und sagte: Mein Handwerk ist einträglicher. Geh zu mir in den Dienst, so laß ich dir neue Schuhe machen. Dann darfst du dich nicht mehr so quälen und nicht mehr im Kote barfuß gehen. Allein der Knabe antwortete: Nein, ich will lieber barfuß gehen und ehrlich bleiben, als mir durch Unrecht das reichlichste Auskommen erwerben. Denn es ist doch besser, sich die Füße mit Kot beschmutzen, als die Hände – und die Seele mit schlechten Taten beflecken.

Arm, doch ehrlich und gerecht,
Das ist mehr, als reich – und schlecht.

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