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190 kleine Erzählungen für die Jugend

Christoph von Schmid: 190 kleine Erzählungen für die Jugend - Kapitel 107
Quellenangabe
typelegend
authorChristoph von Schmid
title190 kleine Erzählungen für die Jugend
publisherEnßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080308
projectid30cab2fc
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107. Die köstlichsten Gewürze

Ein Prinz wurde auf einem Spaziergange von einem Platzregen überfallen und flüchtete sich in die nächste Bauernhütte. Die Kinder saßen eben bei Tische, und vor ihnen stand eine große Schüssel voll Habermus. Alle ließen sich's recht gut schmecken und sahen dabei frisch und rot aus, wie die Rosen. Aber wie ist es doch möglich, sagte der Prinz zur Mutter, daß man eine so rauhe Speise mit so sichtbarer Lust verzehren und dabei so gesund und blühend aussehen kann? – Die Mutter antwortete: Das kommt von dreierlei Gewürzen her, die ich an die Speise tue. Erstens lasse ich die Kinder ihr Mittagessen durch Arbeit verdienen. Zweitens gebe ich ihnen außer der Tischzeit nichts zu essen, damit sie Hunger mit zu Tische bringen. Drittens gewöhne ich sie zur Genügsamkeit, indem ich sie mit Leckerbissen und Näschereien gar nicht bekannt mache.

Die köstlichsten Gewürze weit und breit,
Sind Arbeit, Hunger und Genügsamkeit.

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