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190 kleine Erzählungen für die Jugend

Christoph von Schmid: 190 kleine Erzählungen für die Jugend - Kapitel 100
Quellenangabe
typelegend
authorChristoph von Schmid
title190 kleine Erzählungen für die Jugend
publisherEnßlin & Laiblins Verlagsbuchhandlung
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080308
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100. Die Quelle

An einem heißen Sommertage ging der kleine Wilhelm über Feld. Seine Wangen glühten vor Hitze und er lechzte vor Durst. Da kam er zu einer Quelle, die im grünen Schatten einer Eiche, hell wie Silber, aus einem Felsen hervorbrach. Wilhelm hatte wohl gehört, man solle nicht trinken, wenn man erhitzt ist. Allein, selbstklug, verachtete er diese Warnung, folgte nur seiner Begierde, trank von dem eiskalten Wasser, und – sank wie ohnmächtig zur Erde, kam krank nach Hause und verfiel in ein gefährliches Fieber. Ach, seufzte er auf seinem Krankenbette, wer hätte es jener Quelle angesehen, daß sie ein so schädliches Gift enthält! – Allein Wilhelms Vater sprach: Die reine Quelle ist an deiner Krankheit nicht schuld, sondern einzig dein Eigendünkel und deine Unenthaltsamkeit.

Der liebe Gott hat alles gut
Zu unserm Wohl erschaffen;
Doch Lüsternheit und Uebermut
Verwandeln es in Strafen.

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