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Was sich der Wald erzählt

Gustav Heinrich Gans zu Putlitz: Was sich der Wald erzählt - Kapitel 1
Quellenangabe
typefairy
authorGustav zu Putlitz
titleWas sich der Wald erzählt
publisherPhilipp Reclam jun.
editorFritz Gundlach
year1922
firstpub
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080617
projectidb2387af7
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Einleitung

Gustav Heinrich Gans, Edler Herr zu Putlitz stammte aus einem alten kurmärkischen Geschlechte. Er wurde am 20. März 1821 auf dem Familiengute Retzin in der Westpriegnitz geboren. Von 1831 ab besuchte er das Gymnasium in Magdeburg und studierte nach Ablegung der Reifeprüfung im Jahre 1841 in Berlin und Heidelberg die Rechte. Nachdem er von 1846–1848 bei der Regierung in Magdeburg tätig gewesen war, unternahm er eine Reise nach Italien und schied nach der Heimkehr aus dem Staatsdienste aus. Im Jahre 1853 vermählte er sich mit der Gräfin Elisabeth von Königsmark und lebte seitdem teils auf dem Gute Retzin oder in Berlin, teils auf Reisen. 1863 wurde ihm die Leitung des Hoftheaters in Schwerin übertragen, von der er 1867 zurücktrat. In demselben Jahre wurde er Hofmarschall des Kronprinzen von Preußen, doch bekleidete er dieses Amt nur ein Jahr. Er widmete sich dann in Berlin schriftstellerischer Tätigkeit, bis er 1873 zum Generalintendanten des Hoftheaters in Karlsruhe ernannt wurde. Diese Stelle legte er erst 1889 nieder, nachdem er als Erbmarschall der Kurmark Brandenburg in das preußische Herrenhaus berufen worden war. Seitdem lebte er auf seinem Gute Retzin, wo er am 5. September 1890 starb.

Sinn und Ehrgeiz des Dichters waren von Jugend auf dem Theater zugewandt. »Die Leidenschaft für das Theater hat die Natur mir geheimnisvoll in die Wiege gelegt,« bekennt er in einem Briefe. Seinen Dichternamen schuf er sich jedoch nicht mit seinen zahlreichen Lustspielen und seinen Dramen, sondern mit dem kleinen Werke »Was sich der Wald erzählt«, das 1850 erschien und einen glänzenden Erfolg hatte. Es ist ein anmutiges, sinniges Märchen, in welchem Putlitz – um eigene Worte des Dichters zu gebrauchen – »das holde Gedicht der Schöpfung« nachdichtend, mit glänzender Phantasie von dem großen Märchen der Natur erzählt. Dieser Dichtung verwandt ist das 1853 erschienene wundervolle »Vergißmeinnicht«. Einen eigenen Reiz erhalten die beiden Dichtungen durch hier und da eingestreute neckisch-satirische Anspielungen auf die kleinen Schwächen der Menschen.

Putlitz' Lustspiele, zu denen das Leben der höheren Stände ihm die Stoffe bot, zeichnen sich durch heitere Anmut und frischen Humor aus. Die gelungensten unter ihnen sind: »Das Herz vergessen«, »Badekuren«, »Zwei Tassen«, »Die blaue Schleife«, »Um die Krone«, »Der Salzdirektor«, »Spielt nicht mit dem Feuer« und »Das Schwert des Damokles«.

Von Friedrich Halm angeregt, schrieb Putlitz die beifällig aufgenommenen historischen Schauspiele »Das Testament des Großen Kurfürsten«, »Wilhelm von Oranien in Whitehall«, »Waldemar« und das Trauerspiel »Don Juan d'Austria«. Ihnen folgte das bürgerliche Schauspiel »Rolf Berndt«, das in Kaufmannskreisen spielt und auf den meisten deutschen Bühnen mit Erfolg aufgeführt wurde.

Auch auf dem Gebiete der Novelle und des Romans betätigte sich der Dichter. Hier sind zu nennen: »Brandenburgische Geschichten«, »Walpurgis«, »Die Halben«, »Alpenbraut«, »Funken unter der Asche«, »Das Maler-Majorle«, »Das Frölenhaus«, »Die Nachtigall« und »Eisen«.

Schließlich schrieb Putlitz noch die Biographie »Karl Immermann, sein Leben und seine Werke«, »Theatererinnerungen« und »Mein Heim, Erinnerungen aus Kindheit und Jugend«.

Berlin-Schöneberg, 1922.

Fritz Gundlach.

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