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Max Kretzer

Max Kretzer

Max Kretzer wurde am 7. Juni 1854 in Posen geboren und starb am 15. Juli 1941 in Berlin. Er war ein deutscher Schriftsteller.

Max Kretzer ist geboren im damals preußischen Posen. Sein Vater war dort zunächst Pächter des »Odeum«, eines Etablissements, in dem das Provinzbürgertum seine kulturellen Veranstaltungen durchführte. Der Versuch des Vaters, sich als Gastwirt selbständig zu machen, mißlingt; die Familie verarmt. Max Kretzer muss deshalb mit 13 Jahren die Realschule verlassen, um in Berlin, wo der Vater als Handwerker tätig ist, Fabrikarbeiter zu werden, was er zwölf Jahre lang bleibt.

Ohne hinreichende Bildung beginnt er nach einem Arbeitsunfall 1879, in welchem Jahr er auch der Sozialdemokratie beitritt, als Autodidakt die schriftstellerische Laufbahn; anfänglichen Skizzen folgt eine lange Reihe von Romanen, deren Auflage sich zu Lebzeiten auf etwa eine Million Exemplare beläuft, eine damals stattliche Zahl. Dennoch wird auch Kretzers Leben als Berufsschriftsteller immer wieder von Armut bedrängt.

Nach 1933 sympathisiert der Autor mit dem Nationalsozialismus. Kretzer vertritt in seinem Werk einen ethischen, zunehmend christlichen Sozialismus; literarhistorisch gehört er zu den Vertretern des Naturalismus. Die Zeitgenossen sahen in ihm »den Bahnbrecher des Berliner Romans« (so Carl Bleibtreu). Er ist in der deutschen Literatur der erste Autor, der Handwerk und Industriearbeit konkret thematisiert.



Werke u. A.:

  • 1883 Die Verkommenen
  • 1888 Meister Timpe
  • 1889 Die Bergpredigt
  • 1905 Der Mann ohne Gewissen

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