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Laotse

Laotse

Laotse

Der Name Laotse, unter dem er in Europa bekannt ist, ist gar kein Eigenname, sondern ein Appellativum und wird am besten bersetzt mit "der Alte". Laotse stammt wohl aus der heutigen Provinz Honan, der sdlichsten der sogenannten Nordprovinzen, und mag wohl ein halbes Jahrhundert lter gewesen sein als Kung (Konfuzius), so da seine Geburt auf das Ende des 7. vorchristlichen Jahrhunderts fllt. Im Lauf der Zeit hatte er am kaiserlichen Hof, der damals in Loyang (in der heutigen Provinz Honan) war, ein Amt als Archivar bekleidet.

Als die ffentlichen Zustnde sich so verschlimmerten, da keine Aussicht auf die Herstellung der Ordnung mehr vorhanden war, soll Laotse sich zurckgezogen haben. Als er an den Grenzpa Han Gu gekommen sei, nach spterer Tradition auf einem schwarzen Ochsen reitend, habe ihn der Grenzbeamte Yin Hi gebeten, ihm etwas Schriftliches zu hinterlassen. Darauf habe er den Tao te king, bestehend aus mehr als 5000 chinesischen Zeichen, niedergeschrieben und ihm bergeben. Dann sei er nach Westen gegangen, kein Mensch wei wohin.

Da auch an diese Erzhlung sich die Sage geknpft hat, die Laotse nach Indien fhrte und dort mit dem Buddha in Berhrung kommen lie, ist verstndlich. Irgendeine persnliche Berhrung zwischen Laotse und Buddha ist jedoch vollkommen ausgeschlossen. Man hat da sptere Umstnde in das historische Bild zurckgetragen.


Werke u.a.

  • Tao te king

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Deutsch von Richard Wilhelm
Taschenbuch 9,99 €
Verlag Projekt Gutenberg-DE
ISBN: 978-386511-690-1

Der Himmel ist ewig und die Erde dauernd.
Sie sind dauernd und ewig,
weil sie nicht sich selber leben.
Deshalb können sie ewig leben. Also auch der Berufene:
Er setzt sein Selbst hintan,
und sein Selbst kommt voran.
Er entäußert sich seines Selbst, und sein Selbst bleibt erhalten.
Ist es nicht also:
Weil er nichts Eigenes will,
darum wird sein Eigenes vollendet?

Der große Sinologe Richard Wilhelm übersetzte und kommentierte diesen 2500 Jahre alten Klassiker der chinesischen Philosophie im Jahr 1910.


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