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Justinus Kerner

Quelle: de.wikipedia.org

Justinus (Andreas Christian) Kerner

Geboren am 18.9.1786 in Ludwigsburg; gestorben am 21.2.1862 in Weinsberg.

Kerner war das sechste und jngste Kind eines Oberamtmanns und Regierungsrats. Seine Kindheit verlebte er in Maulbronn und Ludwigsburg, wo er die Lateinschule besuchte und eine kaufmnnische Lehre absolvierte. 1804 bis 1808 studierte er Medizin in Tbingen, daneben pflegte er den Umgang mit einem Kreis von Freunden der lyrischen Dichtung, unter ihnen Uhland , Karl Mayer, Heinrich Kstlin, Varnhagen von Ense. Seine ersten Gedichte verffentlichte Kerner 1807/08 in Leo von Seckendorfs Musenalmanachen und in Arnims Zeitung fr Einsiedler. Eine einjhrige Bildungsreise fhrte ihn im Frhjahr 1809 nach Hamburg, wo er in einem von seinem Bruder geleiteten Spital arbeitete; von dort aus besuchte er Fouqu und Chamisso in Berlin. Im Herbst 1809 reiste er weiter nach Wien, dort hatte er Umgang mit Dorothea und Friedrich Schlegel und lernte Beethoven kennen. Ab Herbst 1810 wirkte er als praktischer Arzt in kleinen wrttembergischen Orten, ab Januar 1819 in Weinsberg. In Zusammenarbeit mit Uhland und Schwab erstellte er zwei Sammelwerke, den Poetischen Almanach fr das Jahr 1812 (Herausgeber Kerner) und den Deutschen Dichterwald (Herausgeber Kerner, Fouqu ; und Uhland ). In die wrttembergischen Verfassungskmpfe (1817-1819) griff er mit einigen Aufstzen ein, zog sich aber spter auf eine politikfeindliche Innerlichkeit zurck. Sein 1822 in Weinsberg erbautes Haus wurde zu einem der geistigen Zentren Wrttembergs. Ab 1851 erblindete er zunehmend.


Werke u.a.

  • 1811 Reiseschatten. Von dem Schattenspieler Luchs (Collage aus Briefen)
  • 1816 Die Heimatlosen (Erzhlung)
  • 1817 Der rasende Sandler (Satire)
  • 1824 Geschichte zweyer Somnamblen. Nebst einigen anderen Denkwrdigkeiten aus dem Gebiete der magischen Heilkunde und der Psychologie
  • 1826 Gedichte (erweiterte Ausgaben 1834, 1841, 1847 und 1854)
  • 1829 Die Seherin von Prevorst. Erffnungen ber das innere Leben der Menschen und ber das Hereinragen einer Geisterwelt in die unsere
  • 1835 Der Brenhuter im Salzbade (Dramatische Farce)
  • 1840 Bilderbuch aus meiner Knabenzeit. Erinnerungen aus den Jahren 1786 bis 1804
  • 1852 Der letzte Blthenstrau (Gedichte)
  • 1853 Die somnamblen Tische. Zur Geschichte und Erklrung dieser Erscheinung
  • 1856 Franz Anton Mesmer aus Schwaben, Entdecker des thierischen Magnetismus
  • 1859 Winterblthen (Gedichte)
  • 1890 Klecksographien (posthum herausgegeben von seinem Sohn Theobald Kerner)









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