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Johannes Daniel Falk

Johannes Daniel Falk

Falk wurde als zweites von sieben Kindern des Perückenmachermeisters Johannes D. Falk und seiner Ehefrau Constantia Falk am 28.10.1768 in Danzig geboren. Nach nur 4jähriger Schulzeit nahm ihn der Vater wieder von der Schule, damit ihm der Junge in der Werkstatt zur Hand gehen konnte. Der aufgeweckte Junge jedoch vermißte den Unterricht und konnte es schließlich mit viel Engagement erreichen, dass er die Petri-Schule beenden und das Akademische Gymnasium besuchen konnte. Ein Danziger Stipendium ermöglichte ihm danach den Besuch der Hallenser Universität.

Vom Studium der Theologie enttäuscht, wandte er sich bald darauf der Literatur und Altertumswissenschaft zu. Hier in Halle gelang es ihm, mit einigen satirischen Arbeiten an das Licht der Öffentlichkeit zu treten.

Der Erfolg beim Publikum ermutigte ihn, fortan als Schriftsteller zu leben. 1797 heiratete er Caroline Rosenfeld und zog kurz darauf mit seiner jungen Frau nach Weimar. Es gelang ihm, sich in diesem Zentrum der Literatur als Satiriker einen Namen zu machen (vor allem durch das "Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satire") und seine wachsende Familie (insgesamt dann 10 Kinder) zu ernähren.

1813, in der napoleonischen Zeit, wandte er sich abrupt von der Schriftstellerexistenz ab und einem tätigen Leben als Pädagoge und Waisenvater zu. Von der Not der Kinder, die durch den Krieg verwaist und verelendet waren, aufs Tiefste angerührt, gründete er in Weimar das "Falksche Institut" und widmete unter vielen Sorgen und Schwierigkeiten (vor allem finanzieller Art) die letzten ihm verbleibenden 13 Jahre der Aufnahme und Betreuung dieser Kinder. Falk starb am 14. Februar 1826 in Weimar.

In diesen letzten Jahren entstand die Gesprächssammlung Goethe-Falk ("Goethe aus näherm persönlichem Umgange dargestellt"), die unmittelbar nach Goethes Tod als erste ihrer Art im Druck erschien. Daneben schrieb Falk eine Reihe christlicher Texte, Gebete und Lieder für "seine" Kinder, die diesen Glauben, Vertrauen und Mut zum Leben mitgeben sollten. Dazu gehört das bekannte Weihnachtslied "Oh du fröhliche".


Werke u.a.

  • Goethe aus näherm persönlichen Umgange dargestellt
  • Geheimes Tagebuch oder Mein Leben vor Gott (aus dem Nachlaß)
  • Taschenbuch für Freunde des Scherzes und der Satire (1797 - 1803)
  • Goethes erste Bekanntschaft mit Schiller (aus dem Nachlaß)








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