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Gottlieb Konrad Pfeffel

Gottlieb Konrad Pfeffel

Geboren am 28.6.1736 in Colmar; gestorben am 1.5.1809 in Colmar.

Pfeffel wurde als Sohn eines Rechtskonsulenten fr auswrtige Angelegenheiten des franzsischen Knigs und Stettmeisters von Colmar geboren; den Vater verlor er, bevor er zwei Jahre alt wurde. Nach dem Besuch des Colmarer Gymnasiums kam er 1750 zur Erziehung in das Haus eines mit der Familie befreundeten Pfarrers in Emmendingen (Markgrafschaft Baden); im folgenden Jahr begann er an der Universitt Halle ein Studium der Rechtswissenschaft mit dem Ziel, die Diplomatenlaufbahn einzuschlagen. Im Sommer 1754 begab er sich wegen eines Augenleidens zur Behandlung nach Dresden, dort lernte er Christian Frchtegott Gellert kennen. 1758, nach einer miglckten Operation, erblindete er vollstndig, das Studium mute er abbrechen.

Im Frhjahr 1759 heiratete Pfeffel eine Straburger Kaufmannstochter. Trotz seiner schweren Behinderung begann er, sich als Schriftsteller zu etabliern. Auf seine Initiative hin wurde 1760 die "Colmarer Lesegesellschaft" gegrndet. 1773 erffnete er seine cole militaire (seit 1782 Acadmie militaire) fr meist adlige protestantische Knaben, denen der Besuch der Militrakademie in Paris verwehrt war. Diese Anstalt war zwar militrisch organisiert, sie realisierte aber an Rousseau orientierte ganzheitliche Erziehungsvorstellungen und zog zahlreiche prominente Besucher an (unter ihnen Kaiser JosephII., Herzog Karl Eugen von Wrttemberg, Wilhelm von Humboldt). 1776 wurde er Mitglied der Helvetischen Gesellschaft in Schinznach, einer Vereinigung zur Befrderung gemeinntziger Anstalten und der Aufklrung in der Schweiz. 1782 erhielt er mit seinen Angehrigen das Brgerrecht der Stadt Biel/Schweiz, ein Jahr spter wurde er Ehrenmitglied des Groen Rates von Biel, 1788 berief ihn die Berliner Akademie der Knste zum Ehrenmitglied.

Als berzeugter Republikaner begrte Pfeffel die Franzsische Revolution, lehnte aber die radikale Eskalation ab. In den Wirren der Zeit mute er die Militrakademie aufgeben, er verlor sein Vermgen. Unter dem Direktorium wurde er 1796 zum Mitglied des Leitungsgremiums fr den ffentlichen Unterricht in Colmar ernannt. Mit Brotarbeiten fr die Unterhaltungsbltter des Tbinger Cotta-Verlags, seit 1801 mit bersetzungen fr die Prfektur hielt er sich mhsam ber Wasser, bis ihm 1806 Napoleon eine Jahrespension gewhrte. 1808, ein Jahr vor seinem Tod, wurde er Ehrenmitglied der Kniglichen Akademie der Wissenschaften in Mnchen.


Werke u.a.

  • 1761 Poetische Versuche (3 Bnde Gedichte)
  • 1761 Der Einsiedler (Drama)
  • 1764 Historisches Magazin fr den Verstand und das Herz
  • 1769 Dramatische Kinderspiele
  • 1778 Lieder fr die Colmarische Kriegsschule
  • 1783 Fabeln, der helvetischen Gesellschaft gewidmet
  • 1802-10 Poetische Versuche, 4. Auflage (10 Bnde)
  • 1810-12 Prosaische Versuche (10 Bnde, ber 50 Ritter-, Kloster- und Liebesgeschichten)

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