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Franz Freiherr von Gaudy

Franz Freiherr von Gaudy

Geboren am 19.04.1800 in Frankfurt an der Oder; gestorben am 05.02.1840 in Berlin.

Gaudy wuchs in einem hochgebildeten Elternhaus auf, in dem ausschlielich franzsisch gesprochen wurde. Die schwrmerisch veranlagte Mutter, eine geborene Grfin von Schmettow, erzog ihn nach Rousseauschen Grundstzen. Durch den in Miltrdiensten stehenden Vater – er stieg vom Major eines Infanterieregimentes bis zum Militrgouverneur von Sachsen unter Friedrich Wilhelm III. auf – war in seiner Jugend ein hufiger Ortswechsel die Folge: Usedom, Breslau, Dresden und Merseburg. Von 1815 bis 1818 besuchte er die Frstenschule Schulpforta. Hier lernte er den Burschenschaftler und spteren Kotzebue -Attentter Karl Ludwig Sand kennen und lie sich von ihm fr die Freiheitsbewegung begeistern. Statt eines nun von ihm beabsichtigten Studiums in Gttingen zwang ihn der Vater jedoch zum verhaten Militrdienst.

1822 erschien seine erste Gedichtsammlung, die noch vllig der Lyrik des von ihm bewunderten Heinrich Heine verhaftet war. 1832 verffentlichte er verschiedene Beitrge in dem von Chamisso und Schwab neu herausgegebenen "Deutschen Musenalmanach". 1833 quittierte er den Militrdienst und lie sich in Berlin nieder. Er wurde Hausfreund von Chamisso und durch diesen Mitglied im Literarischen Verein "Mittwochsgesellschaft", dem auch Eichendorff , Fouqu , Alexis und Kopisch angehrten. Einem breiteren Publikum bekannt wurde er durch die 1834 verfaten "Kaiserlieder", einer Hommage an Napoleon I. Nach seiner ersten Italienreise 1835 erschien die an Eichendorffs "Leben eines Taugenichts" anklingende launige Novelle "Aus dem Tagebuch eines wandernden Schneidergesellen". Vielseitig sprachbegabt verfate er bersetzungen aus dem Polnischen und Franzsischen. Sein literarisches Gewicht liegt wohl weniger in der Lyrik als in seinen eigenstndigen humoristischen Novellen, besonders in den farbenprchtigen "Venetianischen Novellen".


Werke u.a.

  • 1832 Gedankensprnge eines der Cholera Entronnenen
  • 1833 Historische Gesnge der Polen von J.U. Niemcewicz (bersetzung)
  • 1835 Desangao
  • 1835 Kaiserlieder
  • 1835 Roman de Rou von Robert Wace (bersetzung aus dem Altfranzsischen)
  • 1836 Aus dem Tagebuch eines wandernden Schneidergesellen
  • 1836 Mein Rmerzug
  • 1837 Noveletten
  • 1838 Brangers Lieder (bersetzung, zusammen mit Chamisso)
  • 1838 Venetianische Novellen
  • 1839 Novellen und Skizzen

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