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August Strindberg

Strindberg, August

(Johan) August Strindberg

Strindberg wurde am 22. Januar 1849 in Stockholm geboren. Er begann ein Medizinstudium in Uppsala, versuchte sich als Schauspieler und arbeitete vor seinem Durchbruch als Schriftsteller als Journalist und Bibliothekssekretär. Die 80er und 90er Jahre des 19. Jahrhunderts verbrachte er überwiegend in Frankreich, der Schweiz, Deutschland, Dänemark und England, um dem Hohn und der Kritik der konservativen schwedischen Öffentlichkeit zu entfliehen. Er beschäftigte sich neben der Schriftstellerei mit Malerei, Fotografie, Naturwissenschaften, Alchemie und Okkultismus und durchlebte seine sogenannte »Inferno-Krise«, eine Zeit voller Sinnesverwirrung, Halluzinationen, Verfolgungswahn und Selbstmordgedanken. 1896 kehrte er nach Stockholm zurück und findet endlich breite, wenn auch nicht ungeteilte, Anerkennung als Schriftsteller. Er starb am 14. Mai 1912.

Sein Freund, der deutsche Arzt und Schriftsteller Ludwig Schleich, schreibt über ihn in seiner Autobiographie das Kapitel Strindberg-Erinnerungen.

Strindberg ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten Schriftsteller Schwedens. Während er in seiner Heimat auch als Lyriker, Romancier und polemischer Essayist stilbildend wirkte, hat er international in erster Linie als Dramatiker Aufsehen erregt. Eine zentrale Rolle in seinem Werk spielen Machtkämpfe: Kämpfe zwischen Mann und Frau, Individuum und Gesellschaft, zwischen verschiedenen Gesellschaftsklassen und zwischen persönlichem Willen und höheren Mächten und Zwängen. Ruhigere, fast idyllische Töne finden sich in seinen Schilderungen des einfachen Lebens in den Stockholmer Schären. Seine Dichtung beeinflußte unter anderem die europäischen Symbolisten und Expressionisten, sowohl inhaltlich als auch – mit seinem Traumspiel, den Stationendramen Nach Damaskus und Auf der großen Straße und den für sein »Intimes Theater« geschriebenen Kammerspielen – formal.


Werke u.a.

  • 1872 Mäster Olof (dt. Meister Olaf, 1895)
  • 1879 Röda Rummet (dt. Das rote Zimmer, 1889)
  • 1884 Giftas (dt. Die Verheiratheten, 1889, auch: Heiraten)
  • 1886 Giftas II
  • 1886 Tjänstekvinnans son, 4 Bände (dt. Der Sohn einer Magd, 1909/10)
  • 1887 Fadren (dt. Der Vater, 1888)
  • 1887 Hemsöborna (dt. Die Leute auf Hemsö, um 1889, auch: Die Hemsöer)
  • 1887-88 Le plaidoyer d'un fou (auf französisch erschienen, dt. Die Beichte eines Toren, 1893, auch: Plädoyer eines Irren oder Plädoyer eines Wahnsinnigen)
  • 1888 Fröken Julie (dt. Fräulein Julie, 1888)
  • 1889-90 I havsbandet (dt. An offener See, 1893, auch: Am offenen Meer)
  • 1897 Inferno (auf französisch erschienen, dt. Inferno, )
  • 1898-1901 Till Damaskus (3 Teile) (dt. Nach Damaskus, 1912)
  • 1900 Dödsdansen (dt. Totentanz, 1904)
  • 1901 Ett drömspel (dt. Ein Traumspiel, 1903)
  • 1907 Spöksonaten (dt. Gespenstersonate, 1908)
  • 1896-1908 Ockulta dagboken (dt. Okkultes Tagebuch)
  • 1909 Stora landsvägen (dt. Auf der großen Straße)

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