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August Bebel

(Ferdinand) August Bebel

Geboren am 22.2.1840 in Deutz bei Kln; gestorben am 13.8.1913 in Passugg bei Chur.

Der Sohn eines Unteroffiziers begann nach dem Besuch der Volksschule eine Drechslerlehre. Seine Wanderjahre als Geselle fhrten ihn 1860 nach Leipzig, wo er eine eigene Werkstatt erffnete. 1876 bernahm er mit einem Teilhaber eine kleine Fabrik, veruerte die Anteile aber wieder im Jahre 1884, nachdem er whrend der Sozialistenverfolgung aus Leipzig ausgewiesen worden war. Ab 1890 lebte er als Politiker und Schriftsteller in Berlin, seit 1897 zeitweise in seiner Villa in Zrich.

Seit der Grndung 1861 war er Mitglied im Leipziger Gewerblichen Bildungsverein, 1865-72 Vorsitzender der Nachfolgeorganisation Arbeiterbildungsverein. 1867 wurde er Prsident des Verbandes deutscher Arbeitervereine, im gleichen Jahr Reichstagsabgeordneter der 1866 gegrndeten Schsischen Volkspartei, einer dezentral und demokratisch organisierten Partei mit antipreuischer Zielrichtung, die sich auch gegen den zentralistischen Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein Ferdinand Lassalles richtete. Unter zunehmendem Einflu von Marx und Engels schlo er 1869 mit seinem Freund Wilhelm Liebknecht (dem Vater von Karl Liebknecht) den Arbeiterbildungsverein und die Schsische Volkspartei zur Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zusammen. Seit ihrer Vereinigung mit der Partei Lassalles zur Sozialistischen Arbeiterpartei 1875 in Gotha wurde Bebel zur vermittelnden Zentralfigur der deutschen Sozialdemokratie. Er bewahrte den Zusammenhalt der Partei unter den Bedingungen der Sozialistengesetze (1878-1890) und der internen Richtungskmpfe und blieb bis zu seinem Tod ihr unbestrittener Fhrer.


Werke u.a.

  • 1870 Unsere Ziele
  • 1876 Der deutsche Bauernkrieg
  • 1879 Die Frau und der Sozialismus
  • 1888 Charles Fourier
  • 1910-14 Aus meinem Leben