Wilhelm von Polenz wurde am 14. Januar 1861 in Obercunewalde geboren; er starb am 13. November 1903 in Bautzen.
Polenz stammt aus einem alten sächsischen Adelsgeschlecht. Er studierte an den Universitäten Breslau, Berlin und Leipzig Rechtswissenschaften. Im Jahre 1887 gab er seine Referendarstelle im sächsischen Staatsdienst auf, machte die Schriftstellerei zu seinem Beruf und zog nach Berlin. Hier gehörte er dem »Ethnischen Klub« und dem »Friedrichshagener Dichterkreis« an. Seit 1894 lebte Wilhelm von Polenz wieder in der Oberlausitz und übernahm das im Familienbesitz befindliche Rittergut Obercunewalde.
Beeindruckt vom Naturalismus und den Werken Émile Zolas und Lew Tolstois, mit dem er in einem freundschaftlichen Briefwechsel stand, entstanden seine gesellschafts- und kulturkritischen Werke.
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