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Christian Wagner

Geboren am 5.8.1835 in Warmbronn; gestorben am 15.2.1918 in Warmbronn.

Der Sohn eines Schreiners und Nebenerwerbs-Landwirts arbeitete auf dem verschuldeten elterlichen Hof mit und übernahm nach dem Tod des Vaters 1866 die Landwirtschaft; im Winter war er von 1871 bis 1885 als Taglöhner und Holzfäller tätig. 1870 starb seine erste Frau, 1892 auch seine zweite; mit beiden hatte er je vier Kinder, von denen die aus erster Ehe alle schon im Säuglingsalter starben. Überregionale Bekanntheit erreichte der schwäbische Bauerndichter durch den 1913 in München erschienenen Sammelband Gedichte, den Hermann Hesse herausgab und mit einem Vorwort versah. Angeregt von Buddhismus und Brahmanismus stehen im Mittelpunkt seines Denkens die Lehren des Atomismus und der Seelenwanderung; er predigte eine ökologische, gegen-anthropozentrische Botschaft von der »möglichsten Schonung alles Lebendigen«.


Werke u.a.

  • 1885-90 Sonntagsgänge: Märchenerzähler, Bramine und Seher (Lyrik mit Prosa-Kommentaren, 3 Bde.)
  • 1893 Weihegeschenke
  • 1894 Neuer Glaube
  • 1897 Neue Dichtungen. Oswald und Klara. Herbstblumen
  • 1906 Ein Blumenstrauß
  • 1909 Späte Garben
  • 1913 Gedichte
  • 1915 Eigenbrötler (autobiographische Geschichten)

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