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Saint-Pierre, Bernardin de

Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre

Geboren am 19. Januar 1737 in Le Havre; gestorben am 21. Januar 1814 in Éragny-sur-Oise.

Nach sehr zerstreuten und durchkreuzten Studien, die eine Reise nach Martinique mit seinem Oheim unterbrach, wurde Saint-Pierre eine Art Ingenieur ohne regelmäßiges Diplom. Er machte den hessischen Feldzug im Jahre 1760 mit, anschließend unternahm er ausgedehnte Reisen nach Malta, Rußland und Isle-de-France (Mauritius). 1771 ließ er sich in Paris nieder und suchte seinen Lebensunterhalt mit schriftstellerischen Arbeiten zu verdienen. Nach anfänglichen Mißerfolgen gelang ihm der Durchbruch mit den Études de la nature; von größter Bedeutung für diese Studien war sein inniger Verkehr mit Jean-Jacques Rousseau gewesen. Er wurde zum Lehrer des Dauphins bestimmt, zum Leiter des Botanischen Gartens gewählt und zum Professor der Moral berufen (Ämter, denen er nicht gewachsen war und die er bald wieder aufgeben mußte). 1798 wurde er durch eine Pension in sorgenfreie Lage versetzt.


Werke u.a.

  • 1773 Voyage à l'Isle-de-France
  • 1781 Arcadie
  • 1784-87 Études de la nature
  • 1787 Paul et Virginie (im 4. Band der Études; Paul und Virginie, übersetzt von G. Fink)
  • 1790 La chaumière indienne (deutsch: Die indische Hütte)

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