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Johann Anton Leisewitz

Geboren am 9.5.1752 in Hannover; gestorben am 10.9.1806 in Braunschweig.

Leisewitz war der Sohn eines Weinhändlers. Nach Kindheitsjahren in Celle besuchte er das Gymnasium in Hannover. Im Oktober 1770 begann er an der Universität in Göttingen ein Studium der Rechstwissenschaft, das er Ostern 1774 erfolgreich abschloß; während seiner Studienzeit schloß er Bekanntschaft mit Bürger , Hölty , Boie und anderen Mitgliedern des Göttinger Hains, in den er am 2.7.1774, an Klopstocks Geburtstag, aufgenommen wurde. Nach dem Advokatenexamen ließ er sich Ende Oktober 1774 in Hannover als Anwalt nieder. 1775/76 verbrachte er im Literatenkreis des »Braunschweiger Parnaß«, zu dem auch Lessing zählte. Ende 1777 erhielt er eine gering entlohnte Anstellung bei einer Kreditanstalt in Braunschweig. Sondierungen um besser bezahlte Dienste führten ihn 1780 an die Höfe von Meiningen, Gotha und Weimar, wo er Goethe , Wieland und Herder kennenlernte. 1786 wurde er Erzieher des Braunschweiger Erbprinzen Karl Georg August, 1790 Hofrat, 1791 Kanonikus, 1801 Geheimer Justizrat, schließlich 1805 Präsident des Sanitätskollegiums. Seine letzten Lebensjahre standen ganz im Zeichen einer Reform des braunschweigischen Armenwesens.


Werke u.a.

  • 1775 Die Pfandung (dramatische Szene)
  • 1775 Der Besuch um Mitternacht (dramatische Szene)
  • 1776 Julius von Tarent (Trauerspiel)
  • 1776 Selbstgespräch eines starken Geistes in der Nacht (dramatisches Fragment)
  • 1776 Konradin (dramatisches Fragment)
  • 1776 Alexander und Hephästion (dramatisches Fragment)
  • 1776 Rede eines Gelehrten an eine Gesellschaft Gelehrter (Satire)
  • 1777 Geschichte der Entdeckung und Eroberung der Kanarischen Inseln (Übersetzung aus dem Englischen)
  • 1781 Nachricht von Lessing's Tod (an Lichtenberg)
  • 1802 Über die bei Einrichtung öffentlicher Armenanstalten zu befolgenden Grundsätze

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