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Saul Ascher

Saul Ascher wurde am 6. Februar 1767 in eine seit Jahrzehnten durch ein "Schutzjudenpatent" in Berlin ansässige Familie geboren. Seine Bildung war umfassend - er beherrschte Latein, Griechisch, Hebräisch, Englisch und Französisch, er studierte die zeitgenössische Philosophie und besaß umfassende Kenntnisse in Musik, Malerei und Literatur. Seiner Ehe mit Rachel Spanier aus Bielefeld, die er 1789 heiratete, entstammte die 1795 geborene Tochter Minna. Vom Brotberuf war Ascher Buchhändler in Berlin. Seine Bewunderung für Kant hinderte ihn jedoch nicht daran, dessen Vorurteile aufzuzeigen und zu widerlegen. 1810 wurde er an der Universität Halle (wo wie im ganzen von Napoleon eingerichteten Königreich Westfalen keine Glaubensschranken herrschten) zum Doktor der Philosophie promoviert. Nach dem Tode seiner Frau 1815 verbrachte der Witwer das Leben als kauziger Sonderling, der jedoch der weiblichen Schönheit nicht abgeneigt war, von eigentümlichen Ansichten, Feind aller Schwärmerei, gegen die Deutschtümler (Leopold Zunz, 1818). Saul Ascher starb politisch vergrämt am 8. Dezember 1822.


Werke u.a.

  • 1788 Bemerkungen über die bürgerliche Verbesserung der Juden
  • 1799 Ideen zur natürlichen Geschichte der politischen Revolutionen
  • 1807 Napoleon oder der Fortschritt der Regierung
  • 1811 Briefe über die Tendenz der wissenschaftlichen Bildung zu Berlin
  • 1815 Germanomanie (Essay)
  • 1819 Der deutsche Geistesaristokratismus

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